Briefe aus Chrysos 3

Mein gütiger Vater, liebe Mutter,

das Wetter ist milde und die Priesterkönige schicken uns Regen in der richtigen Menge, so dass unsere Saat bereits aufgegangen ist und gedeiht.

Gleichwohl in Chrysos die Kasten geachtet werden, muss doch ein jeder in der kleinen Siedlung mit anfassen, damit das Überleben in diesem Jahr gesichert ist. Bisher erreichte uns lediglich ein Schiff aus Kassau, danach keines mehr. Sie werden uns nicht vergessen haben, aber vielleicht kam Wichtiges dazwischen. Damit einher geht leider, dass ich von Laurin Nevius con Kassau auch keine Nachricht mehr erhalten habe.

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Der Tempelbau ist abgeschlossen und hat einige Sklaven aus Torvaldsland das Leben gekostet. Die Wissenden regieren mit harter Hand und es ist ihnen egal, ob die Sklaven vor Erschöpfung und Hunger verenden, solange sie nur schnell und genug arbeiten. So thront nun der Bau für die Priesterkönige oberhalb des Strandes und trotzt den Frühjahrsstürmen. Ein Mahnmal der ungebrochenen und unanfechtbaren Macht unseres Glaubens.

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Tröstlich ist, dass das Schiff zumindest Tee für uns Frauen an Bord hatte. Das Klima von Chrysos ist dem von Lydius recht ähnlich und so beschränken wir uns vor allem auf den Anbau von Obst, Gemüse und Sa-Tarna. Meine kleine Hütte ist bereits recht gemütlich und ich besitze sogar eine Sklavin, die mir zur Hand geht. Ich gebe zu, ohne sie wäre es doch recht einsam, besonders abends und in den Nächten.

Ich habe niemanden, der mich beschützt und muss nun auf mich selbst aufpassen. Es gibt zwar einige Krieger, die mit an Bord waren, aber ich bezweifle, dass sie in ihrer geringen Anzahl in der Lage wären unsere kleine Siedlung zu schützen. Glücklicherweise ahnt niemand etwas davon, auf welchen Schätzen sie erbaut wurde.

Als Schriftgelehrte obliegt mir die Buchführung über Vorräte und den Erzabbau und so gehört ein täglicher Gang durch die Minen zu meinen Aufgaben. Dort unten in den Minen führt Sir Mortis die Aufsicht. Es ist nicht so, dass ich ihn nicht mag, aber selbst für meine Begriffe – und ich hege wahrlich keine Sympthien für die Sklaven, die einst unzivilisierte Torvaldsländer waren – selbst für meine Begriffe ist seine Herrschaft durch und durch von Grausamkeit geprägt und jedes Mal, wenn er den Mund aufmacht, sprudeln nur Beleidigungen daraus hervor. Dennoch werde ich mein Möglichstes tun und mit ihm zusammenarbeiten so gut ich kann. Denn ich darf niemandes Zorn auf mich ziehen.

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Wie Ihr seht, habe ich doch dazu gelernt und bin nun willens, ein Leben der Pflicht zu führen.

Ich weiß nicht, wann ich Gelegenheit habe, meine Briefe an Euch auf den Weg zu bringen, aber wenn Ihr lange von mir nichts hörtet, so lag es nicht in meiner Macht dies zu ändern.

Eure Tochter

Dionyza

Insel Chrysos, 5. Tag der ersten Hand im Monat En’Kara, 10,166 CA

****

OOC Infos zum Rollenspiel „Die Insel der Wissenden“:

Chrysos eröffnet am Mittwoch, den 29.03. 2017 für etwa 14 Tage seine Pforten für’s Rollenspiel.
Die Nordclans werden die Seereise ausspielen und vermutlich erst FR oder SA auf Chrysos eintreffen.

Wichtig:
Jeder der auf Chrysos spielen möchte, braucht die Landgruppe. Spieler, die sonst allein an dem Heimsteinen bleiben müssten, sind herzlich eingeladen (auch mit Alts) die Siedlung oder den Konvent der weißen Kaste zu bespielen.

Landgruppe erhältlich bei den Admins:

Boundy Schwartzman für den Süden/Zentralgor
DionyzaconTurmus für die Siedlung
Salisaria Resident, Akkarin Zarco, Attiliusmassavo Resident für das Nordheer

Bitte lasst euch nur in die Gruppe einladen, wenn ihr euch zuvor in das Rollenspiel eingebracht habt und deshalb Gelegenheit habt, euch entweder dem Süden oder dem Norden für die Reise anzuschließen.

Spieler für die Siedlung und den Tempel sind auch willkommen, eine kurze Info über den Char für die Übersicht ist aber nötig und hilfreich.

Sobald ihr gelandet seid, ist alles eurem RP überlassen. Jeder Char bringt seine ganz eigene Motivationslage mit und wie alles endet, wissen nur die Götter. 😉

Bedenkt aber bitte, dass möglichst alle möglichst lange Freude an dem RP haben sollen.
Spielt euch jemand zu „Disney“ oder nicht BTB genug, regt euch nicht auf und geht Ärger aus dem Weg. Spielt euch jemand zu hart, gilt das gleiche. Jeder darf auf seine Weise Spaß haben. Zeit ist zu kostbar um sie mit unsinnigem Ärger und Gemecker zu vertun.

OOC Infos zum Leben auf Chrysos:

  1. Wie alles begann

Vor ca. einem halben Jahr, in den Herbststürmen, wurde die Flotte aus Kassau, bestehend auf fünf großen Handelsschiffen auf dem Weg nach Hulneth, abgetrieben und strandete auf der bisher nicht verzeichneten Insel.

Bevor der Winter kam, gelang es noch eine Stelle der Natur abzuringen und Unterkünfte zu errichten aus Holz und dem, was die Natur den Gestrandeten vor Ort bot. Kassau-typisch wurden Holzhäuser errichtet. Den Winter überlebte man vor allem mit Hilfe der Vorräte, die sich an Bord der Schiffe befunden hatten, die aber nun langsam zur Neige gehen. Verrs, Ziegen und wilde Vulos sowie Enten fand man auf der Insel vor und begann sie zu domestizieren.
Im Frühjahr brachte man die ersten Aussaat aus, die vor allem Lebensnotwendiges umfasste: Gemüse und Sa-Tarna.
Das erste Schiff aus Kassau brachte vor allem Arbeitssklaven aus dem Torvaldsland für die Goldminen sowie einige Güter, die langsam zur Neige gegangen waren: Vor allem Kalana und Paga für die Männer und Tee und Gewürze für die Frauen.

Was es gibt:
Geflügel, Wild (auch Tarkfleisch – muss gejagt werden)
Eier
Verrmilch, Tee, Larmasaft
Kalana, Paga
einige Gewürze
Goldminen

Was es nicht gibt:
Boskfleisch
Boskmilch
Luxusgüter (bis auf die wenigen, die an Bord waren)
Blackwine
Bohnen und Hülsenfrüchte

Die Kaste der Wissenden hat zu Ehren der Priesterkönige ein Konvent der weißen Kaste außerhalb der erhöht liegenden Siedlung errichtet. Bei der Arbeit in den Minen und am Konvent wurden die Torvaldsländer Sklaven bis an die Grenzen des Möglichen getrieben.
Eine neue Ladung aus Kassau wird erwartet, traf aber bisher noch nicht ein. Ebenso wenig gibt es Kunde von Laurin Nevius con Kassau, dem entsandten Boten.

2. Leben und Arbeitsteilung

Da die eingetroffenen Sklaven vor allem in den Minen und beim Konvent gebraucht wurden, waren Winter und Frühjahr durchaus arbeits- und entbehrungsreich für die tapferen Siedler. Gleichwohl die Kasten respektiert wurden und werden, musste jeder mithelfen das Notwendige zu erarbeiten.

Die Siedler von Chrysos befanden sich in großen Teilen auf den fünf Handelsschiffen, stammen aber nicht alle aus Kassau, sondern sind wohl teilweise auch den Abenteurern zuzurechnen.
Denkbar ist auch, dass vereinzelt noch Siedler mit dem Schiff aus Kassau kamen um sich ein neues Leben aufzubauen oder weil sie entsandt wurden um beim Aufbau zu helfen. Beispielsweise stammt der Aufseher und Sklaventreiber Sir Mortis in den Minen aus Kassau.

3. Zugehörigkeit zu Kassau

Chrysos wurde vor allem von der weißen Kaste für Kassau annektiert als „Wunder“ der Priesterkönige. Entsprechend gestaltet sich das Leben hier nach zentralgoreanischen Maßstäben. Torvaldsländer finden sich als Sklaven in den Minen.
Chrysos bedeutet soviel wie „die Goldene“ und bezieht sich auf die reichen Goldvorkommen der Insel.

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