Viata Induri (2)

Es ist nun Zeit. Ich weiß nicht, wieviel von dem alten Esel noch geblieben ist, nachdem er eine Nacht durch den Turm geirrt ist in Gesellschaft seiner Angst und einer nutzlosen Waffe. Aber SIE ruft bereits nach mir. Ich soll ihn vor die Versammlung bringen.

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Wo sich gestern noch Wolken aus Angst zusammenballten zu einem Gewitter, tobt nun ein Sturm. Der letzte Bolzen aus seiner Armbrust durchbohrt meine Brust, aber ich habe nun keine Zeit zu spielen. Ich packe den Pfeil und reiße ihn mir heraus, während ich unbeirrt weiter auf ihn zugehe. Nicht mehr wissend womit er sich wehren soll, wirft er mir eine Feuerschale vor die Füße und mein Gewand geht in Flammen auf. Ich werfe das Geschoss beiseite und strecke ihm die Handfläche entgegen. Ich sammle meine magischen Kräfte, die noch gering sind im Vergleich zu den Wesen, die damals durch das Portal nach Viata Induri kamen. Den Wesen, denen ich nun diene und denen ich ebenbürtig werden will. Meine telepathische Bitte um Unterstützung wird von ihnen beantwortet. Der Alte wird in die Lüfte gehoben und ich trage ihn auf diese Weise wohin ich möchte. Er brüllt mir Verwünschungen entgegen und ich freue mich über seine Lebendigkeit. Er hat noch eine Menge Kraft.

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Ich hasse es, wenn jemand mein Gewand ruiniert, langsam fressen die Flammen es von meiner Erscheinung und schließlich reiße ich den Rest beiseite und nehme nackt am Tisch Platz. Es sieht nicht gut aus für den Kapitän. Er kniet, gebunden zwischen zwei Pfosten und starrt uns entgegen, bellt mit seinen Kraftreserven Beschimpfungen in unsere Richtung. Ich mag das, wenn sie kämpfen und es erregt mich auf diese intensive Art und Weise.

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Meine Freude ist grenzenlos, als entschieden wird, dass er meinem Vergnügen überlassen werden soll. Ich spanne meine Muskeln an und krieche auf allen Vieren über den Tisch auf ihn zu und miaue wie eine Katze, lecke ihm über sein vernarbtes Auge und fange an ihn zu erregen. Des Alten Verwirrung wird größer und größer, mein Duft nebelt seine Sinne ein und in seiner Hose wird es eng. Alle können es sehen und starren gebannt auf mein Spiel mit der Maus. Mit der stumpfen Seite des Messers streichle ich seinen Hals, necke ihn, lasse ihn genug von mir sehen und spüren, dass er  vergisst um sein Leben zu kämpfen.

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Ich warte den Zeitpunkt ab, an dem ich in seinen Augen lesen kann, wie sehr er mich will und verhöhne ihn, nötige ihm ein Liebesversprechen ab und umrunde ihn dann einmal. Er kann mich nun nicht mehr sehen, nur noch spüren. Ich schneide ihm Kleidung und Ausrüstung vom Leib und setze mich dann auf seinen Rücken. Ich kann spüren wie er kämpfen muss, damit seine Gelenken nicht ausgekugelt werden und er will kämpfen, er will stark erscheinen und er will MICH. In seiner männlich überheblichen Art will er sein Menschenfleisch in mich stecken und der Gedanken gefällt mir. Aber er will ein Mann sein. Ich erkläre ihn zu meinem Bräutigam und lache. Diese Option gibt es nicht. Er wird entweder ein Sklave oder ein Opfer. So oder so wird er mir Vergnügen bereiten und tut es bereits mehr als er ahnt.

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Seine Erregung wird bald verfliegen, wenn der Schmerz erst über sie hinausgewachsen ist. Sein Verstand wird mit mir Richtung Finsternis fliegen, denn er wird wollen, das es aufhört. Irgendwann. Das wollen sie alle. Ich schneide ihm mit einer Klinge das Zeichen der Ziege in den Rücken und entferne einige Stücke seiner Haut. Rasch kommt er ganz unten an und sein Blick wird nun flehend, der Kopf sinkt immer mehr nach unten uns ich spüre wie er unter mir schwächer wird. Meine Hände können die Klinge nicht mehr gut fassen, sie ist glitschig vom Blut. Genug, es ist genug, sonst stirbt er zu schnell oder verliert das Bewusstsein.

Als ich ihn mit Eisen am Gitter festkette und ihm gestatte, sich auf den kalten Steinboden zu legen, ist er zu allem bereit. Ich geben ihm Wein zu trinken und trinke selbst welchen, als sie Uralten draußen in den Ruinen nach den nächsten Opfern Ausschau halten. Nun ist er mein Sklave. Er wird mir dienen und unerwürfig sein und sich fürchten vor meinem Zorn und vor dem Tod, der nun als ewiger Begleiter über seine Schulter sieht. Und wenn ich es will, werde ich sanft sein und mit seiner Hoffnung spielen und er wird Quell meiner Lüste sein.

Mein Sklave. Ruhe wohl. Die Nacht ist kurz.

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  1. […] Der Urteilsspruch fiel, er sollte Lucrezia überlassen werden, die bereits in ihrer nackten menschlichen Gestalt vor ihm stand und ihre teuflische Wirkung auf den Menschenmann auskostete. […]

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