Zeitsprung und Dystopisches

“A really efficient totalitarian state would be one in which the all-powerful executive of political bosses and their army of managers control a population of slaves who do not have to be coerced, because they love their servitude.”

Aldous Huxley, Brave New World

***

I ) A Game of Thrones – Schön war’s

Ein sehr schönes und harmonisches Finale hat mir den Abschied von der Mauer leichter gemacht. Mein Dank hierfür an die Spieler der Bäreninsel. Vor allem an die, die sich aktiv in das RP eingebracht haben. Freya Stark ist es in abendfüllenden Verhandlungen mit den Wildlingen gelungen, das gesuchte Schwert zurück zu bekommen.

Zugleich war es für uns aber auch ein kleiner Abschied von A Game of Thrones, zumindest als Haupt-Rollenspiel. Zwei Großprojekte zugleich formierten sich vor unseren Augen: Das eine eine Auftragsarbeit, die sich im Rahmen von A Game of Thrones bewegt und für die uns ein großzügiges Zeitfenster bis März 2016 eingeräumt wurde, damit nicht alle anderen liebgewonnenen Aktivitäten wegfallen müssen. Es wird eine englischsprachige Rollenspielsim werden, so dass es allerhöchstens sim-architektonisch für die deutschsprachige RP-Community interessant sein dürfte. Dass es sich um eine Fullprim-Sim handeln wird, eröffnet uns – neben dem großzügigen Zeitrahmen – weitere Möglichkeiten.

Das andere Großprojekt ist unser eigenen Fantasie entsprungen und bewegt sich außergewöhnlich weit weg von den Settings, in denen wir uns bisher bewegt haben. Ohne Rollenspiel können wir nicht sein, jedenfalls nicht für längere Zeit. So sehr das Geschäftliche uns auch oft beschäftigt und ganz von selbst größere Dimensionen annimmt, so deutlich ist auch: Nach wir vor sind wir vor allem Rollenspieler. Wir suchen den Kontakt mit anderen Spielern, mögen die Interaktion und vor allem Stories, bei denen jeder mal den Ball spielt und weitergibt. Zugleich hat die Spielerwanderung von Sim zu Sim noch weiter an Fahrt gewonnen, zumindest in unserer Wahrnehmung. Gor, das uns lange Zeit als Rollenspiel viel Freude gemacht hat, kommt absolut nicht mehr in Betracht. Auch wenn Brom alias Broms Sohn die Flagge der männlichen Sexherrschaft wieder hoch hält und ganz sicher eine Medaille als Speer von Gor verdient hat.

II) Der Zeitsprung ins Düstere

Nein. Kein Gor. A Game of Thrones nur noch in Gastrollen, wenn ein Abenteuer lockt. Unser Projekt bewegt sich in die Zukunft und damit in Settings, die uns noch relativ unvertraut sind: Dark Urban, Cyberpunk und ein wenig Science Fiction. Außerdem bewegen wir uns in eine der größten Metropolen der Welt. Der fiktive Zeitsprung beträgt nur 20 Jahre und ist damit relativ übersichtlich. Aber das Setting stelle ich eventuell noch in einem folgenden Beitrag genauer vor. Spätestens beim Vor-Eröffnungs-Besichtigungstermin wird es soweit sein.

Es gibt KEINE Buchvorlage, auch wenn es einige Anklänge an dystopische Werke gibt. Es orientiert sich an einer schnellen und guten Spielbarkeit. So kann ein unbedarfter Spieler ohne jegliche Informationsaufnahme durchaus einsteigen ohne eine totale Bauchlandung zu machen. Zeitgleich bietet das ersonnene Spielfeld  aber genug komplexe Problemstellungen für sehr intensives und anspruchsvolles Rollenspiel.

Von Victoria übernehmen wir das Prinzip unterschiedlicher Rollenkategorien – auch ermuntert von dem, was wir bei Realms of Ice and Fire gesehen haben. Das ist nicht das einzige, auf das wir zurückgreifen: auch die Schaffung verschiedener Interessengruppen haben wir in guter Erinnerung –  auch dieses Prinzip wird deshalb sich im neuen Projekt wiederfinden.

Beric und ich werden keine key roles übernehmen, was aber nicht bedeutet, dass wir nicht als Storyteller mithelfen. Immerhin ist das ja unsere eigentliche Passion.

Einige durften schon ein wenig beobachten, was wir bisher gebaut haben. Ich will noch nicht alles verraten, aber ein paar Schnappschüsse will ich auch für mich schonmal hier festhalten.

NYC2035_005

(rechts Upper East Side, links die East River Docks)

nyc2035_010

(über eine der Brücken Richtung Downtown)

nyc2035_017

(von der Brücke kommend, Blick nach rechts in die Docks)

nyc2035_012

nyc2035_013

(links, Wohnblocks Chinatown)

nyc2035_014

(Eingang Chinatown)

nyc2035_018

(links Chinatown, rechts Übergang nach SoHo)

nyc2035_019

nyc2035_020

(SoHo, Pornokino)

nyc2035_021

(SoHo, Blick von hinten auf das Theatergebäude)

nyc2035_022

(SoHo, Burlesque Club & Goldeneye Lounge)

nyc2035_024

(Übergang SoHo – Gramercy, gehobenes Wohnviertel)

nyc2035_027

(Gramercy bei Tag – typische Brownstones, im Hintergrund der Wohnblock der Docks)

nyc2035_028

(Gramercy bei Nacht)

NYC2035_008

(Wohnblocks East River Docks und Blick in den Gefängnishof)

 

Advertisements
Comments
4 Responses to “Zeitsprung und Dystopisches”
  1. ganzbaf sagt:

    yay, yay, yay! wie heute morgen schon geimt… ich habe interesse zumindest für einen regelmäßigen abend in der woche. gerne werde ich mich in den dienst der menschheit stellen und „menschlich gutes“ tun an den docks und ín chinatown. ;P

  2. ganzbaf sagt:

    eine heitere musik ertönt und dazu applaus und jubelrufe vom band. eine fröhliche männerstimme preist an: „sehr geehrte damen und herren, willkommen bei einer erneuten sendung von „menschen kochen (für) menschen!“ mit dem sternekoch „ganzbaf cannilungus“. heute kocht er für sie eine markklößchensuppe auf gebrühte fleischbeilage im klassischen fettmantel.“

    ganzbaf schaut, nur mit einer großgeblümten blutgetränkten und vorne, dort wo eigentlich sein liebesdolch schlaff herunter hängt, ausgebeulten gummischürze lächelnd in die kamera, dabei löst er mit einem küchenmesser fleisch von einen knochen. „herzlich willkommen zu einer neuen kochshow. im laufe dieser show werde ich eine zuschauerin hellsichtig beim namen nennen, um sie persönlich ansprechen zu können. sollten sie zweifel bzgl. der hellsichtigkeit haben, so behalten sie diese bitte für sich und rufen sie nicht an.“

    das abgeschnittene fleisch schon in die vorbereitete brühe schiebend, greift er unter die schürze und beginnt sich dort zu reiben, wo diese ausgebeult ist. mit jeder rhythmischen bewegung wabert alter ranziger schweissgeruch von seinem nackten, mit speiseflecken vollgekleckerten körper durch den raum. die hand wieder hervorziehend, leckt er eine zähe, fast durchsichtige flüssigkeit von seinen fingern und schaut ernst in die kamera: „nun nea, nach rund einen jahr rollenspielabstinenz habe ich mich verändert und bin ein fanatischer anhänger der nächstenliebe geworden. ich achte mittlerweile mehr auf das innere eines menschen.“ mit diesen worten kratzt er das mark aus dem knochen und sammelt es auf einen brettchen, um daraus einen kloß zu machen. einen rest fleisch abschneidend, probiert er es, wohlig die arme ausbreitend: „hmmmmm… wunderbar. die weibchen sind zarter als die männchen. diese feine nuance aus huhn, katze und ratte. dann der sanfte aber gehaltvolle abgang nach feinem truthahn schmeckend. deliziös.“ mit einem erneuten lächeln wirft er den unterarmknochen auf einen haufen schon abgeschälter knochen: „nun liebe zuschauer, lassen sie die suppe 2 stunden köcheln, rühren sie hin und wieder um und dann heißt es… bon appetit!“

    aus dem hintergrund ertönt „und schnitt, die szene ist im kasten.“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: