Herbst

Lang ist der letzte Blogpost her. Die Sache mit dem Rollenspiel in SL hat in meiner subjektiven Wahrnehmung einen ziemlichen Tiefstand erreicht. Dafür blühen andere Aktivitäten in SL, tragen Früchte und sind daher die angenehmere Art und Weise Zeit zu investieren.

Ein paar Simbesuche habe mich nachdenklich zurückgelassen und irgendwie fügt sich das Gesehene im direkten Vergleich mit dem beobachteten Niveau des deutschsprachigen Rollenspiels, meiner Real-Life-Wahrnehmung vom ewig jammernden und sich benachteiligt fühlenden Deutschen, zu einem großen Bild, das mir nicht gefällt.

Sorgfalt und die Beherrschung der eigenen Mutterspache sind out. Engagement und Verantwortungsübernahme sind out. Zuverlässigkeit und Verlässlichkeit sind out. Total in dagegen ist das ständige Pochen auf die eigene, total individuelle, kreative Freiheit, die meist leider soviel Kreativität enthält wie Hundefleisch im Kalten Hund ist.

Kommen wir zu den Dingen, die mir gefallen und mich beeindruckt haben.

  1. Ein Observer-Abend auf der ROIAF-Sim (Realms of Ice and Fire)

Zunächst mal gibt es ein Regelwerk, das mich an ein mehrbändiges Lexikon erinnert hat, aber extrem gut durchdacht ist und Hand und Fuß hat. Ich kann mir den Seitenhieb verkneifen, dass hier der Prototyp des „Ich komm mal vorbei und spiele, wie und auf was ich Bock habe-Typus“ spätestens bei Notecard 2 das Handtuch wirft. Für die verbleibenden Spieler kann das nur ein Segen sein.

Unterwegs als Observer gab es Emotes zu lesen, die zwei Dinge in mir hervorriefen: Literarische Bewunderung UND das Gefühl die 15 Minuten Tippdauer zwischen den Emotes mit kurzen Haushaltstätigkeiten füllen zu müssen. Glücklicherweise war das nicht nötig, weil Beric dabei war und wir zwischendurch (oder überwiegend) ein paar Dinge besprechen konnte.

Fazit:

Brauchbare, aber etwas in die Jahre gekommende Bebauung, die versucht King’s Landing in Ganzeit abzubilden.

Gut durchdachtes, aber extrem restriktives und sehr ausführliches Regelwerk mit Bewerbungssystem. Sowas mag ich.

Emotes zum Niederknien. Wermutstropfen: Zu lange, qualitätsbedingte Pausen.

 

2. Ein Observer-Abend auf der Sim The Empire of Ar

Auch hier ein sehr detailliertes und gutes Regelwerk und ein Bewerbungssystem.

Emotes, die für mich nicht ganz so hochwertig waren, aber dafür die richtige Balance zwischen Qualität, Zweckmäßigkeit im Hinblick auf Interaktion und Immersion und auch dem Faktor Wartezeit boten.

Der eigentliche Woooooooow-Effekt ruft aber die Bebauung hervor, die wirklich gelungen ist. Ich würde sagen, dass es die baulich schönste Gor-Sim ist, die ich je im Leben sah.

***

Mehr gibt es im Moment nicht zu sagen zum Thema Rollenspiel in SL. Die Mauer steht noch. Die Bäreninsel-Delegation kommt zu Besuch in der kommenden Woche.

Wir werden vermutlich bis Februar/März an einem größeren Bauprojekt arbeiten, über das ich noch nichts verraten mag, bis es nicht in trockenen Tüchern ist.

Im Moment bauen wir Ironrath um, erweitern den Shop, schaffen Wohnraum in schöner Umgebung und versuchen uns zum ersten Mal als Vermieter.

Achso. Und dann ist da noch dieser Traum von einem größeren Rollenspielprojekt. Das muss aber noch ein wenig reifen und auf den passenden Moment warten. Nach dem Herbst kommt der Winter. Aber danach wird auch wieder Frühling.

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