4-HOUR STORIES – Haashims Zelt (Die Versteigerung Teil 3)

Ada stieß einen kläglichen Laut aus, als der Stoffstreifen mitsamt der Zuckerpaste abgerissen wurde. Verkauft wie ein Stück Vieh hatte Abbas sie an diesen Sheik, vor dem sie sich alle unterwürfig zeigten und ihm am liebsten mit Palmwedeln den Weg saubergekehrt hätten. Allesamt Wilde und Barbaren und sie mitten unter ihnen in diesem schäbigen von vier Mauern umgebenen Wasserloch mitten in der Wüste. Das Gesicht der alten Frau war so runzlig wie die Rinde eines Baumes und ihr Lachen zahnlos. Ada wand sich, aber man hielt sie fest und drückte ihr die Beine auseinander. Als wäre sie nicht schon nackt genug ohne ihre Kleider, ohne ihr Unterkleid, ohne den Schutz der Krone, nahm man ihr nun auch noch das weiche dunkle Dreieck, das ihre Scham bedeckte dort, wo Gott eben vorsah, dass ihre Scham bedeckt sein musste! Und diese Schmerzen. Ada wimmerte und schluchzte, aber die Alte kannte keine Gnade. Streifen um Streifen riss man ihr das Haar bei lebendigem Leibe aus der Haut, bis da nichts mehr war bis auf das auf ihrem Kopf und ihre schön geschwungenen Augenbrauen. Vor hatte man sie gewaschen und abgeschrubbt bis sie das Gefühl hatte, ihre Haut sie nichts mehr weiter als blutige Fetzen, so hatte sie geglüht.

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Indien. Als Ada sich auf den Weg machte um dort mit Edward zu leben, war das Land in ihrem Kopf nichts als ein buntschillerndes, fremd duftendes Abenteuer gewesen. In Wahrheit war es schmutzig. Das war Land war schmutzig. Die Menschen waren schmutzig und unterschieden sich nur geringfügig von Kakerlaken und Ratten in ihrer Anzahl. Man verschanzte sich hinter hohen Mauern vor dem Elend und den Gefahren ringsum. Indien war fast so ernüchternd, wie Edward, der linkisch im Schutz und Dunkel der Bettdecke die Ehe mit ihr vollzogen hatte und ansonsten lieber bei den Pferden war und große Reden vor seinen Kameraden schwang. So hatte sie bald schon Heimweh bekommen und hatte die Geburt des ersten Kindes ihrer Schwägerin als willkommenen Anlass genommen, ein Schiff Richtung Heimat zu besteigen.

Die Berwick, ein Schiff der East India Company, brachte Ada Charlotte Bates jedoch nicht heim nach England, sondern fiel in den Gewässern des arabischen Meeres Piraten in die Hände. Die hatten vor allem Interesse an der kostbaren Fracht, zu denen auch eine Hand voll Frauen gehörte, eingeschnürt in feine Kleider und mit Haut von einer Farbe wie Kamelmilch. Die Piraten verkauften Frauen und Kleider separat. Ada, 23 Jahre jung und zu Tode verängstigt, gelangte für 10 Golddinar in die Hände von Abbas, dem Sklavenhändler. Mit nichts am Leib als einem schon reichlich in Mitleidenschaft gezogenen Leibchen. Bei der Reise durch die Wüste, gewöhnte sie sich an ihren neuen Namen. Hier war sie nicht mehr Ada, sondern ein exotisches Tier, das Abbas‘ Wohlstand begründen sollte. Die Engländerin. So rief man sie. So redete man über sie. So flüsterte man über sie am Abend, wenn die Karawane rastete. Sie hörte es aus den Mündern der anderen in der flirrenden Hitze der Wüste, während sie mit gefesselten Händen gegen die Übelkeit ankämpfte, die Angst, Hitze und der schaukelnde Gang des Kamels, in ihr verursachten. Vor der Sonne schützte sie ein traditionelles Gewand, das sie vom Kopf bis zu den Füßen unter Stoff verbarg und nur die Augen freiließ.

Es war soweit. „Bereite sie vor und bringt sie heute Abend in mein Zelt.“ Das waren Haashims Worte an Abbas gewesen, nachdem der Sheik sie zu seinem Vergnügen vor den Augen aller anwesenden Männer in der Karwanserei von seinem Sklaven hatte besteigen lassen wie eine Stute von einem Hengst.

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Es flossen nicht nur Tränen aus Ada. Als Abbas die Fesseln löste und sie sich erneut über die Schulter warf, spürte sie den Schmutz an ihren Schenkeln und in ihrem Mund und ein gnädiger Schleier der Dunkelheit, gesponnen und bestickt von ihrer Scham,  legte sich über ihre Erinnerungen an die vergangene halbe Stunde. Das Zittern in ihren Schenkeln jedoch wollte noch lange danach nicht aufhören und sie fühlte sich schwach und seltsam willenlos. Ein Gefühl, wie sie es niemals zuvor gehabt hatte. 250 Golddinar und noch einmal 25 Golddinar für seine Auslagen hatte der Sheik nach dem erniedrigen Prozedere für sie gezahlt. Die Summe hatte sich in ihr Hirn gebrannt. Verkauft wie ein Pferd.

Der Sand war noch warm von der Sonne, als sich das Tor vor ihr öffnete und man sie hinausbrachte, dorthin, wo die Zelte errichtet worden waren. Sie war nicht nackt und dennoch entblößter als jemals zuvor. Schmuck hatte man ihr angelegt, an Stellen die man nur als schamlos bezeichnen konnte. Vor allem dort, wo zuvor ihr flauschiges Dreieck die kleine Orchidee verdeckt hatte, befand sich nun ein klirrendes und flirrendes Gespinst aus Goldkettchen und winzigen Glasperlen und sie spürte, wie ihre Brüste sich frei bewegten unter einem Stoff, der selbst für ein Leibchen viel zu dünn war und überdies nur einen geringen Teil von ihr zu bedeckten vermochte.

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Haashim war nicht allein in seinem Zelt. Mehrere Augenpaare richteten sich auf sie und Ada schob reflexartig einen Arm vor ihre Brüste und eine Hand vor ihre Scham, als sie sich vor dem Sheik und einigen Reitern seines Stammes wiederfand. Ein Lachen war die Antwort auf das, was sie da tat. Sie verstand noch nicht viel von dem, was um sie herum gesprochen wurde, aber dass Hasshim sie näher heran winkte, war nicht misszuverstehen. Grob wies er sie an, die Hände herunter zu nehmen und sich ansehen zu lassen.

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Was Haashim nun sah, erregte wohl sein Wohlgefallen so sehr, dass er mit einem Klatschen in die Hände die anderen Männer aus dem Zelt schickte und allein mit ihr zurückblieb. Lediglich zwei Wachen standen noch vor dem Zelt und warfen gelegentlich Blicke über die Schulter durch den offenen Zelteingang. Obwohl man Ada eingeschärft hatte, nur zu sprechen, wenn man es von ihr verlangte, nahm sie nun allen Mut zusammen, stellte sich über Haashim auf das Kissen – einen Fuß rechts und den anderen links von seinen Beinen –  und und bat den Sheik nach England zurückkehren zu dürfen. Soweit es ihre Sprachkenntnisse zuließen, versprach sie ihm eine hohe Belohnung, wenn er sie wohlbehalten zurück zu ihrer Familie brachte. Gleichzeitig kam sie begehrenswert und verrucht vor als sie sich so über ihn stellte –  in dem Wissen, dass sein Blick so dichter an ihre nackte Scham heranrückten musste.

Seine Miene verfinsterte sich und er zupfte barsch am Stoff, den sie am Leibe trug. Als sie der Aufforderung sich zu entkleiden Folgte leistete, ließ er ihre Hoffnung mit wenigen Worten zerplatzen wie eine schillernde Seifenblase. „Niemals. Es gibt keinen Grund dafür. Deine Familie ist weit und ich brauche ihr Gold nicht. Du bist meine Sklavin und wirst es bleiben. Stell dich nie wieder über mich. Ich bin nur nachsichtig, weil du noch nicht unterwiesen bist, aber glaube mir, tust du es noch einmal, wird die Peitsche dir antworten.“ Der Stoff fiel zu Boden und er deutete auf das Lager. „Leg dich auf den Rücken und spreiz die Beine. Du wirst nicht sprechen.“

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Ada presste die Lippen aufeinander und nahm seine Bewegungen im Augenwinkel wahr. Er erhob sich langsam und gelassen und legte dann sein Gewand ab. Erst als er ganz nackt wahr, trat er über sie und sah auf sie herab. Sie spürte wie ihr Herz zu rasen begann unter seinem Blick, der über sie hinweg glitt, ein ums andere Mal. Sein Schwanz richtete sich auf und er nahm ihn in  die Hand, während er ein Knie absenkte und sich dann auf sie schob.  Anders als der Sklave, der sie heute zugeritten hatte, war Haashim weder vorsichtig, noch nahm er sich viel Zeit. Grob legte sich eine Hand auf ihre Brust. Dann drückte er mit dem Knie ihre Beine weiter auseinander und presste seine Männlichkeit dorthin, wo sie Einlass begehrte. Wenn sie diesen Mann betören konnte, dann würde er ihr vielleicht irgendwann ihren Wunsch erfüllen. Davon war Ada immer noch überzeugt. Selbstbewusst nahm sie die Hände hoch und legte sie an seine Wangen, presste dann ihre Lippen auf seine und versuchte ihn zu küssen. Unvermittelt nahm er den Kopf hoch und als er sie ansah, lag in diesem Blick eine solche Verachtung, dass sie erschrak und ihr das Blut in den Adern gefror. Er zog seinen Schwanz wieder aus ihr heraus und riss sie grob an der Schulter um sie herumzudrehen.

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„Fass mich nicht an. Dreh dich um. Du wirst dich besteigen lassen und nichts weiter, hast du mich verstanden? Auf alle Viere jetzt!“

Entsetzt über seine Reaktion und in ihrer Eitelkeit gekränkt hielt Ada ihm nun ihren Hintern entgegen. Seine Hände fühlten sich an wie Schraubzwingen als er sie an sich zog und in seinem Tun glich er einem Raubtier. Da war keine Zärtlichkeit in ihm. Nicht in seinen Händen. Nicht in seinen Stößen. Aber er hatte die Routine eines Raubtieres. Da war nichts Verschämtes in seinem Tun, nichts Linkisches. Niemals wäre es diesem Mann eingefallen, die Lampen zu löschen oder verschämt den Zelteingang zu schließen, wenn er seine Lust befriedigte. Erneut legte die Scham einen gnädigen Schleier über das, was Adas Körper tat, als sie sich ihm zu öffnen begann.

Als er sich aus ihr zurückzog, war es nicht nur sein Samen, der aus ihr herausrann und ihre Schenkel klebrig zurückließ. Benommen blieb sie liegen. Zu keinem klaren Gedanken mehr fähig. In gewisser Weise hatte sich ihrLeib von ihrem Verstand getrennt und beide waren auf unterschiedlichen Straßen unterwegs. Sie hasste Haashim, dieses abscheuliche barbarische Ungeheuer. Aber dennoch verspürte sie ein brennendes Verlangen danach nun in seinen Armen zu liegen.

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