Sein Lächeln

Als Amira an diesem Abend ins Haus zurückkehrte, legte Cato seine Schriftrolle beiseite und lächelte. Er schlief schlecht, seit sie die Sümpfe verlassen und in die Stadt gekommen waren. Nur selten verließ er Onkel Theobalds Villa und hatte sich in sich selbst verkrochen. Amira spürte, dass er länger brauchte als sie selbst um sich an die ungewohnt lebendige Umgebung zu gewöhnen. Erinnerungen wurden geweckt und kamen an die Oberfläche, wollten gehört und gesehen werden um dann schließlich – und darauf hoffte Amira – endgültig zu schweigen. Was vergangen war, war vergangen. Jeder neue Tag wartete darauf, von ihnen gestaltet zu werden.

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Sie ging zu ihm, nahm seine Hände in die ihren und küsste seine Finger. Dann begann er zu reden. Als hätte die Berührung ihrer Lippen an seinen Fingerspitzen endlich die Schleuse geöffnet um die Last seiner Sorgen hinauszulassen. Cato war kein leichtfertiger Mensch. Er bedauerte jeden seiner Fehler und benötigte länger als Amira um nach einer steinigen Wegstrecke wieder Frieden mit sich und der Welt zu schließen. Sie redeten bis tief in die Nacht. Über den Fall von Turmus. Über ihre Kinder. Über den Beginn und das Andauern ihrer Liebe zueinander. Keiner von beiden hatte jemals daran gezweifelt, dass es ein großes Geschenk der Priesterkönige gewesen war, dass sie einander begegnet waren. Amira war wie eine Giani, der man sieben Leben nachsagte. Wenn sie fiel, landete sie auf den Füßen und pflegte sofort weiterzurennen, egal wie groß der Schmerz des Sturzes war. Im Weiterlaufen verarbeitete sie das Leid, während ihr Gefährte zum Grübeln und Verkriechen neigte. So war es kein großes Wunder, dass Amira Stadt und Bewohner Kasras bereits erkundet hatte, während Cato die Stille der Stadtvilla bevorzugt hatte nach ihrer Ankunft.

Aber nun war er bereit das Leben in der Stadt wieder anzunehmen. Und er wollte ihre Gefährtenschaft noch einmal offiziell besiegeln lassen. Amira konnte sich kein schöneres Geschenk denken, das gleichzeitig Symbol eines Neubeginns sein würde. Ihr Kopf ruhte nun auf seinem Oberschenkel und seine Hand lag auf ihrem Haar, während sie ihm erzählte, was in der Stadt vor sich ging.

Der HOY-Händler war nicht wie verabredet erschienen, was den Wahlkampf-Zeitplan ein wenig durcheinander wirbelte. Amira hoffte auf einen Termin in der kommenden Hand.

Jemand hatte im Türsturz des Apotheker-Hauses ein totes Vulo aufgehängt, das nun wie eine bizarr anmutende Drohung des Todes an einem Seil dort baumelte. Der Regent hatte ihr davon erzählt und sie war wenig später hingegangen um sich selbst einen Eindruck zu verschaffen.

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Amira suchte nach weiteren Motiven für die Wahlkampfplakate von Aurelius und hatte bereits mehrere Ideen. Außerdem hatte sie Aurelius auf einen Tee oder einen Kalana in die Villa eingeladen, damit er Cato kennen lernen konnte und Cato ihn.

Dann sprachen sie noch über ihre berufliche Zukunft. Es war an der Zeit, dass auch Cato sich dem Rat und der Kaste präsentierte.

***

OOC.

Fertig. Kasra kann nun überall bespielt werden, von der Höhe des Zitadellenturmes bin in die Tiefen der Kerker und in die geheimen unterirdischen Gänge hinein. Es waren harte sechs Wochen, aber umso schöner ist nun die Erleichterung es geschafft zu haben.

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