Orient trifft Okzident

Still ist’s hier geworden im Blog. Und das, obwohl ich momentan wieder häufiger in SL bin. Aber ich bin gemeinsam mit Beric ins Bauen versunken, denn wir stecken in einem neuen Auftragsprojekt. Da ich aber nicht weiß, wieviel Öffentlichkeit gewünscht ist, halte ich mal vornehm meinen Mund und rede nur ein wenig allgemein über unsere Arbeit und über unsere Überlegungen zur architektonischen Wiedergeburt einer Stadt, in der Orient und Okzident sich treffen. Zumindest, wenn wir unsere Fantasien und Bilder so umsetzen können, wie sie uns im Kopf herumflimmern.

Ich möchte auch keine politischen Statements abgeben an dieser Stelle, weil ich eine persönlich gelebte Moral dem Hissen eines JPGs vorziehe. Aber eigentlich kann und möchte ich an dieser Stelle daran erinnern, dass die Religion ein Werkzeug von Kultur und Frieden sein kann. Wird sie für Hass und Gewalt instrumentalisiert, ist das allein die Schuld von einzelnen Menschen. Ethik und Moral korrelieren nicht unbedingt mit dem Grad der Religiosität.

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Zurück zum kulturschaffenden Aspekt des Islam.  Maurische Architektur findet sich heute noch in Europa –  im heutigen Granada in Spanien, das übrigens auf die gelungene friedliche Vereinigung von Juden, Christen und Muslimen in einer Stadt zurückblicken kann, zumindest zeitweise. Granada und im besonderen die Alhambra sind es, die uns bei diesem Bauprojekt inspirieren. Allerdings sind wir flächenmäßig diesmal sehr begrenzt und so kann es allenfalls einige Zitate geben, die an die erhabene Größe erinnern werden. Außerdem passt der rote Felsen zu gut zu der Stadt, der wir ein neues Gesicht geben dürfen, als dass sich Granada als Inspiration nicht angeboten hätte. Abgesehen von der geographischen Lage und der Berührung und Verschmelzung von zwei Kulturkreisen.

Gleichzeitig stellen uns die maurischen Elemente mal wieder vor neue Herausforderungen. Bunte Kacheln und Mosaike sehen – obwohl es Unmengen Texturen dazu gibt – in SL nämlich oft nur scheußlich bunt aus. Auch die runden Bögen sind schwer zu integrieren. Entsprechend lang haben wir an unserem Musterhaus gearbeitet, von dem ausgehend wir nun einige Wohnhaus-Varianten entwickeln können.

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Besonders für mich ist es ungewohnt, ausschließlich in der Sky alles vorzubereiten, weil die Verbringung auf die Sim so zügig wie möglich erfolgen muss. Ich sehe die Gebäude gern am richtigen Platz, während ich baue und verbessere. Aber ich denke, wir werden das hinbekommen. Letztlich sind es die Kleinigkeiten und Dekorationen, die alles zu einem stimmigen Ganzen werden lassen. Und die kommen eben erst unten auf der Sim hinzu.

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Comments
One Response to “Orient trifft Okzident”
  1. Aryn sagt:

    Das werde ich mir sicher anschauen, wenn es fertig ist! Das passende Haremoutfit habe ich schon.

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