Zweiter Tag der zweiten Hand im Monat En’var, C.A. 10164

Der erste Tag als die Gefährtin von Valerius Tillius Atticus liegt hinter mir. Die ungewohnte Umgebung lässt mich morgens früh aufwachen, obwohl ich gestern erschöpft in seinen Armen eingeschlafen bin. Mein Gefährte liegt unweit von mir schlafend auf dem Rücken, die Arme und Beine weit von sich gestreckt. Er vertraut mir offenbar und fürchtet keinerlei Gefahr in seinem Haus. Allmählich kommt er zu sich selbst und hat den Versuch aufgegeben mich schonen zu wollen oder besonders vorsichtig zu sein, wenn er mit mit schläft. Während unser erstes Mal eher an das Pflücken einer kostbaren Orchidee erinnerte, waren das zweite und das dritte Mal schon näher an den Fantasien, denen ich mich in den vorangegangenen Nächten hingegeben hatte. Sein Körper ist übersäht von Narben und wenn er mich nun berührt mit seinen großen Händen, wenn er in mein Haar fasst, wenn er mir sagt, dass ich mich bäuchlings über den Diwan legen soll, kann spüren, dass ich ihm nun ausgeliefert bin mit der Unterschrift unter den Vertrag. Ich glaube ihm ist aufgegangen, dass ich ein Quell der Leidenschaft bin und keine zarte Pflanze. Ich vertraue darauf, dass er diesen Umstand nicht ausnutzt um mich in einen Kragen zu bringen.

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In der Stadt brachte er mich in die seltsame Situation am Imbiss mit dem Pöbel am Imbiss Wein zu trinken. Vielleicht war es ein Test und ich hoffe inständig ich habe ihn gut gemeistert. Nur zwei kleine Schlucke, gut verborgen hinter ihm und sicher in seinem Schutz. Ein junger und sehr schöner Rarius nahm Dienst auf im Haus Atticus. Erfahren auf dem Kriegsschiff. Valerius selbst heuerte ihn an und schon bald stellte ich meinen Becher einfach ab und war froh den Ort, an dem die einfachen Leute sich vergnügen, verlassen zu können, denn ich folgte meinem Gefährten und dem jungen Krieger nach Hause, wo diesem eine Unterkunft zugewiesen werden sollte.

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Auf dem Weg dorthin trafen wir Benendicus, der nun irgendwie die Verantwortung über die Sicherheit am Hafen und in der Unterstadt sein eigen nennt. Er hatte seine Schwester dabei, die er nun offenbar nachgeholt hat an unseren wundervollen Heimstein, nachdem sie irgendwo auf dem Land aufgewachsen war. Eine Frau roter Kaste. Misstrauisch beobachtete ich Valerius, der gar nicht müde wurde zu betonen, dass er schon eine wundervolle Gefährtin an seiner Seite hat. Damit meinte er mich. Ich bin immer noch im Zweifel, ob seine aufrichtige Zuneigung anhalten wird, wenn sein Samen in meiner Erde keine Frucht entwickelt. Aber mir bleibt nichts als mich zu entspannen und abzuwarten. Allerdings habe ich immer noch die Substanz von diesem Lomerus, wohl verborgen unter meinen persönlichen Dingen.  Und in der Unterstadt traf ich eine fremde Heilerin, die auch von wundersamen Therapien zu erzählen vermochte, die mir Kindersegen zu bescheren vermochten.

In den nächsten Tage muss ich für Lycia, die Nicht von Quintus, ein paar Unterlagen zusammenstellen, da sie beabsichtige die Prüfung der blauen Kaste abzulegen. Vater wird sicher streng sein. Ich gehe davon aus, dass er nur zugestimmt hat, weil sie aus einer entsprechenden Familie stammt und diese Händler-Episode ihrer Mutter als zu beendende Fehlentwicklung anzusehen ist.

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