Geschwisterliebe

Vega spürte, wie sich Tränen ihr Weg nach oben brannten. Ihre Wangen waren jetzt nicht mehr nur gerötet, weil sie sie zuvor mit einem kostbaren Rot bepinselt hatte, sondern weil sie aufgebracht war. Jeder Gedanke an Tasdron schmerzte. Jeder Gedanke an ihre Töchter, die nun bei ihm und dieser breitärschigen Händlerstochter waren, die Kinder warf wie Hafenurts ihre Jungen.

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Dillus Maximus hatte seine große, gepflegte Schreiberhand auf ihre Wange gelegt und versuchte sie zu beruhigen. Sie legte ihre Hand auf seine und strich darüber. So hatte sie es früher immer gemacht, wenn er nicht einschlafen konnte. Als sie noch Kinder waren und die Welt schön und bunt und freundlich war und zum Entdecken einlud. Früher, als noch niemand hinter ihrem Rücken über sie spottete, als noch kein Gefährte sie abgeschoben hatte und ihr ihre Töchter genommen hatte. Die Verbindung mit Tasdron einzugehen, war ein Fehler gewesen! Dieser verdammte Kretin, dieser ungebildete wandelnde Schwanz, dieser ehrlose, widerliche Händler, der nur dem Papier nach ein Administrator war!

Sie schluchzte ein letztes Mal und beruhigte sich dann wieder. Zumindest versiegten die Tränen. Ihr Hass war wie eine Giani, die mit gesträubtem Fell und fauchend alles ansprang, was sich bewegte und nicht nach Giani roch. So bedachte sie Dillus wie üblich mit familiärer Zärtlichkeit und ihr Hass wandte sich dem nächsten Objekt zu, das ihn, ihrer Meinung nach, verdient hatte. Rahel von Victoria. Die werfende Hafenurt.

„Ich hasse dieses Weib, Dillus!“

Er nickte und sicherte ihr seine Loyalität zu. Blut ist immer dicker als Wasser und sogar wertvoller als der beste Vertrag auf Rence Papier.

Zu allem Überfluss waren noch Händler in das Stadthaus gegenüber eingezogen. Eingenistet, hatte sie empört festgestellt. Sklavenhändler, wenn man das Umzugsgut, das überall herumstand, richtig deutete. Jetzt zog dieses Gesindel schon in die Viertel, die bisher den hohen Kasten vorbehalten gewesen waren.

***

Nein, wir sind  noch OOC. Aber es hatte sich einfach so ergeben, mehr aus einem Scherz heraus. 😉

Und dann wollte ich euch dieses Prachtexemplar von Sklavenausbilder nicht vorenthalten:

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Aber Mädels, er ist der Ausbilder für die Kampfsklaven, nicht für euch! 😉

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Comments
3 Responses to “Geschwisterliebe”
  1. sugarninja sagt:

    hahaha oje oje oje xD 7:26 bei mir mit einem lachen in den tag starten. danke nea 🙂

  2. Devlin sagt:

    den Ausbilder hat Lucia gestern schon beim Über-die-Stadt-zoomen erspäht.*schwitz
    Der muss dringend abgeworben werden.

  3. SilenT Dill sagt:

    die geschwister des hauses baratheus werden es allen heimzahlen die es gewagt haben über uns zuspotten *seine schreibfeder episch in den himmel streck*
    freu mich schon darauf wenn es entlich los geht 🙂

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