Führung

Die Zügel anzuziehen war kein Zeichen der geringen Wertschätzung oder Strafe, nein, es war ein instinktives Reagieren auf die gemeinsamen Sehnsüchte, die über all die unangenehmen Verwicklungen in Neuville und nicht zuletzt durch die Trauer um Talleyrand, ein wenig ins Hintertreffen geraten waren. Bettencourt nahm das Einrasten des Karabiners am Halsband mit einer Welle der Erregung war, die langsam durch ihren Körper rollte. Das Metall an ihren Nippeln verhinderte ein Nachlassen der erregten Härte ihres sensiblen Fleisches und schließlich tat das Verharren in der befohlenen Stellung ein übriges dazu, dass Luiz und seine Hilfsmittel leichtes Spiel mit ihr hatten. Er befahl und sie stand still. Die Hände auf der Lehne der Liege. Die Beine weit auseinandergestellt. Nackt mit lüstern klaffender Spalte. Er befahl und sie ließ sich gehen, zitternd, aber standhaft. Er befahl und sie folgte. In allem. Die natürliche Ordnung ihrer Welt war wieder hergestellt. Es waren die kleinen Dinge, die für Bestand sorgen. Kleine Dinge, die man nie ganz vergessen durften. Kleine Stellschrauben, die das große Ganze justierten und in Position hielten. Zu diesen kleinen Dingen gehörte die Hundeleine. Danach fickte er sie noch einmal, seine vornehme, kontrollierte Zurückhaltung aufgebend. Auflösung ineinander.Sie liebte den Moment, in dem auch er losließ.

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So konnten sie den Abend entspannt angehen. Die Societé traf auf Drei Zypressen im informellen Rahmen die notwendigen Beschlüsse. Bettencourt würde noch in derselben Woche der wohl verdiente Stufenaufstieg zuteil werden. Ihr Weg, wie von Talleyrand von Beginn an als der ihre erkannt, würde nun vollendet werden.  Ebenso fasste man den Entschluss der Aufnahme von Monsieur Chin Ho Kelly, Madame Shoshana Ruiz-Gil, Madame Pamela Auxifur sowie Madame Jelena Nowikow. Bettencourt erhielt die ehrenvolle, aber schwierige Aufgabe sowohl Kelly wie auch Ruiz-Gil über die Tragweite der bevorstehenden Entscheidung und die Details der Lehre von Saint Germain zu unterrichten – soweit sie zur Initiation notwendig waren. Vertieftes Wissen und weiter reichende Befugnisse waren erst mit weiteren Stufenaufstiegen notwendig und verknüpft. In der Frage, ob mehrere Rituale an einem Abend erfolgen konnten, war man sich noch uneins. Was Madame Auxifur anging, weilte sie in dieser Woche ohnehin für die Comtesse im Ausland und erledigte wichtige geschäftliche Angelegenheiten. Madame Nowikow musste über den Termin informiert werden. Kelly und Ruiz-Gil fehlte noch eine letzte Instruktion.

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Bettencourt träumte in dieser Nacht seit langer Zeit wieder vom Taurus. Unter den drei Wegen, die den Frauen in der Societé offen standen, war der ihre der der Hingabe. Das völlige Aufgehen im weiblichen Prinzip. In ihrem Traum hatte der Taurus Talleyrands Züge. Er hatte sie entdeckt. Sie erweckt. Er hatte ihr Leben verändert und sie wollte die beste aller Musen sein, die die Societé je gehabt hatte.

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