La ferme des trois cyprès

Alle Frauen, die Bettencourt kannte, hatten als junges Mädchen diese Träume gehabt. Ein Landgut. Umgeben von sattgrünen Blumenwiesen. Im Stall das Rascheln von Heu, das leise Wiehern von Pferden und das Singen der Vögel direkt vor den Fenstern. Es war nicht so, dass die Bruel-Villa auf den Klippen ihr nicht gefallen hätte, aber es war ein rein ästhetisches Gefallen, nichts das dein Herz wärmt oder dir ganz tief in dir drinnen das Gefühl von Zuhause gibt. Sie hatte mit Talleyrand nie über solche Dinge gesprochen, es gab schlicht nie die Gelegenheit. Er wusste wenig von ihrer Kindheit, von ihrem Aufwachsen in einer stickigen Zweizimmerwohnung in Paris, direkt über der Wäscherei gelegen, in der ihre Mutter von früh bis spät arbeitete.

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Bettencourt dachte gerade an Paris zurück. Eine riesige Stadt, in der niemals bei ihr eingebrochen worden war, in der nie jemand mit einer Waffe bedroht worden war in ihrem Umfeld und wo es ihrer Wahrnehmung nach in ihrem Bekanntenkreis keinen Entführungsfall gegeben hatte. Sie hörte das Surren der Überwachungskameras noch vor dem Quietschen des Tores, das den Poolbereich vom restlichen Grundstück trennte.

„Hier steckst du.“ Sie sprang von der Liege und ging auf Talleyrand zu.

„Luiz! Endlich. Ja, hier stecke ich. Ich brauchte etwas Ruhe.“

Er musterte ihre blaugefleckten Arme und sah sie an. „Ist das noch von…“

Sie schüttelte den Kopf. „Nein, das ist vom Training. Luta Livre und Wing Chun. Ich habe einen Trainer gefunden und hoffe du hast nichts dagegen, es gibt mir ein gutes Gefühl.“ Noch verschwieg sie, dass es Hax war, der begonnen hatte sie zu trainieren. Spitte hatte sie seit einigen Tagen nicht mehr angetroffen, aber selbst wenn, sie hatte genügend Disziplin für weiteres Training.

Nun war er es, der den Kopf schüttelte. „Nein, dagegen spricht nichts. Nicole, ich habe eine Überraschung für dich, weiß aber noch nicht, ob sie dir gefällt. Hast du Gummistiefel?“

Sie lachte. „Nein, bis jetzt noch nicht. Wofür brauche ich denn welche?“

„Oh, der Weg ist etwas rustikal und in Zukunft wirst du möglicherweise welche brauchen. Ich habe mich entschlossen die Villa zu verkaufen. Anais hat bereits einen Käufer an der Hand.“

Sie sah ihn bestürzt an. „Willst du zurück nach Paris?“ Sie fügte flüsternd hin. „Zu Iwana?“

Er nahm sie in die Arme und küsste sie auf die Stirn. „Aber nein. Zieh dich an und komm dann zum Wagen. Ich bleibe in Neuville und du auch. Ich ..werde mir nie verzeihen, dass du wegen mir in Gefahr geraten bist. Und ich werde dafür sorgen, dass dir nichts mehr geschieht.“

Sie barg die Nase in seiner Hemdfalte und nickte, bevor sie sich von ihm löste und sich Richtung Eingang wandte. „Fünf Minuten. Bis gleich“.

Erst als sie zurück kam, bemerkte sie den Landrover, an den sich Talleyrand lehnte. Er hielt ihr den Wagenschlag auf und grinste wie ein kleiner Junge, als er den Motor anließ. Schaukelnd wie bei hohem Seegang trug der Wagen sie durch die Landschaft. Der Seegang wurde noch etwas heftiger, nachdem sie die Straße verlassen hatten und ins Gelände eingebogen waren. Nur ein landwirtschaftlicher Weg war noch zu erkennen.

„Es ist das da oben auf dem Hügel, oberhalb der Weinberge.“

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Ungläubig sah sie ihn an. Aber dann hatte der Wagen den Gipfel der Anhöhe erreicht und Talleyrand steuerte ihn an Lavendelfeldern vorbei um die Kurven bis er dann in die Einfahrt einbog. Er reichte ihr eine Fernbedienung. „Drück mal. Es ist deine.“

Sie betätigte den Knopf und die beiden Torhälften schwangen langsam und quietschend auf. „Luiz! Das ist ein Traum!“

Er lachte und stieg aus. Das alte Landhaus war u-förmig um einen großen Garten herum angelegt, der von hohen Mauern umgeben war. Es gab einen Pool. Im Stall wieherte leise ein Pferd. Bettencourts Augen wurden groß.

Er führte sie Richtung Eingangstür. „Willkommen in unserem Zuhause, Madame Bettencourt.“

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***

Drei Tage Umbau auf Everest Hills liegen hinter uns. Die Sache hat sich gelohnt. Neuville hat jetzt eine ländlich ergänzende Umgebung bekommen mit dem einen oder anderen Landsitz. Außerdem gibt es Wasser satt zum Segeln, Tauchen und Jetski fahren. Das Bauen über die Simgrenze hinweg werde ich als neue Erfahrung wohl für immer im Gedächtnis behalten.

Manches weiß man VORHER nie, aber ist nachher auf jeden Fall schlauer.^^

Naja, bei manchen ist es umgekehrt. Die wissen vorher immer alles besser, haben grundsätzlich den Durchblick und haben hinterher immer noch von nichts eine Ahnung.

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Comments
3 Responses to “La ferme des trois cyprès”
  1. Blaby sagt:

    „Naja, bei manchen ist es umgekehrt. Die wissen vorher immer alles besser, haben grundsätzlich den Durchblick und haben hinterher immer noch von nichts eine Ahnung.“

    Ich weiß nicht wieso, aber das gefällt mir jetzt einfach ….*lach

    Habt ihr toll gemacht 🙂

  2. ganzbaf sagt:

    die beiden sims sind wundervoll geworden, das ambiente sehr passend und demnächst wird auch jean ratatouille mehr ins ambiente passen, zumindest am strand. 🙂

    doch gestern begab es sich, dass angelique, neudeutsch oncheliek, sinnierend auf der brücke zu stehen gedachte. das tat sie erfolgreich. doch dann trat sie vor, vermutlich um die wichtigkeit ihrer sinnierten gedanken zu verdeutlichen und wart nicht mehr gesehen. in im bat sie um einen tp und wäre ich nicht ein so netter finanzbeamter mit kriminellen genen, so hätte ich sie sicherlich betteln, flehen und sexuelle dienstleistungen versprechen lassen, um einen solchen zu bekommen… irgendwie habe ich den faden verloren…. ah, hier nun die frage: wäre es möglich, die brückengeländer in nicht phantom zu setzen? 😉

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