Gretas Epilog*

Der Winter wurde lang im Torvaldsland. Schnee und Eis ließen aus Wegen Wagnisse werden, die so manchem Reisenden in tödlicher Umarmung mit einem letzten Kuss des Lebensatem nahmen, bis er kalt und steif und mit für immer geöffneten Augen dem noch weiten Frühling entgegenstarrte.

Duncan Ragnadal war ein gerechter Jarl, aber das gesamte Leben im Norden war so rau, dass Greta ihre Triebe einholte und sich nach innen zurückzog, wie es die Sträucher an den Rändern der Siedlung taten. So verharrte sie und wartete auf Erlösung, während sie auf der Oberfläche betrachtet allmählich wirken mochte wie eine Bondmaid. Wäre sie nicht fast einen ganze Kopf kleiner gewesen und hätte sie nicht ihr haselnussbraunes Haar geflochten getragen, versehen mit dem blauen Band, dem letzten Rest Erinnerung neben ihren Binas, an denen die goldenen Blättchen hingen, für jedes Kind, das sie für den Administrator von Turmus an ihren Brüsten genährt hatte, eines. Es waren vier und sie trug sie mit Stolz. Stolz war gefährlich, aber man hatte sie ihr gelassen, weil sie wusste, wie man ihn tragen musste. Als eine kleine, kaum sichtbare Flamme tief im Herzen und nicht auf den Lippen, protzend und aufdringlich.

Greta gelang es den Winter zu überleben. In Obhut gegeben von einem Mann, von dem niemand wusste, ob er tot oder am Leben war. Frei oder in cosianischer Gefangenschaft. Schließlich, und obwohl Duncan Wort hielt, was den Stein anging, geriet ihre Herkunft mehr und mehr in Vergessenheit für alle. Cato von Turmus wurde mehr und mehr zum Schatten, zu einer verblassenden Erinnerung. Nur in Gretas Herzen nicht.  Dann kam der Frühling. Aus gefrorenen, schneebedeckte Bächen wurden reißende Ströme, weil alles zu tauen begann.

Sie leerte den Eimer Boskdung auf dem Misthaufen aus, der in der kühlen Morgenluft vor sich hindampfte und ging runter zum Fluss. Mit den Fingerspitzen betastete sie die Äste, aus denen das Grün zu sprießen begann. Immer noch floss Milch aus ihren Brüsten. Nicht, dass es hier im Torvaldsland von Bedeutung gewesen wäre, ob sie sich darum kümmerte die Quellen nicht versiegen zu lassen. Die Frauen aus dem Norden waren so anders als die hochkastigen Frauen im Süden. Sie stillten ihre Kinder selbst. Eine Amme brauchte hier niemand. So tat sie eben, was man ihr auftrug und hielt sich ansonsten in der Longhall auf, wo es immer zu tun gab. Sie sah hoch zum Himmel, wo sich aus dem grauen Wolkenschleier durch einen Riss hindurch ein Strahl des Zentralfeuers hindurchgedrängt hatte. Sie hielt das Gesicht in die Sonne, das runde, von verblassten Sommersprossen gesprenkelte Gesicht mit der kleinen Nase, die immer leicht zum Himmel zu zeigen schien und genoss den Moment.

Frühling. Ein Vogel begann zu singen, nicht weit von ihr. Die Luft roch nach frischem Grün, nach Leben, nach Freude. Zu ihren Füßen hatten sich die ersten zarten Blüten durch den letzten Schnee gekämpft und reckten kampfeslustig ihre Kelche den wärmenden Strahlen entgegen. Die Wege waren wieder passierbar. Am Dorfrand belud man einen ersten Karren mit Fellen. Man wollte handeln in einem Dorf weiter südlich. Greta sah zur Longhall rüber, dann kroch sie unter einen der Fellstapel, die sich auf dem Karren befanden und verhielt sich still.  Erst als das Rumpeln und Schaukeln sie bereits eine Weile durchgeschüttelt hatte, wagte sie es, den Kopf so weit vorzustrecken, dass die frische und reine Luft von Gor durch ihre Lungen strömen konnte.  Es war Zeit zu gehen. Dies hier war nicht ihr Zuhause. Sie trug den Kragen eines anderen Mannes. Und solange sie den trug, würde nichts und niemand sie davon abhalten, ihrem Herzen zu folgen, das sie, gleich einem Kompass, Richtung Süden zurückführte.

*Ein Epilog, weil auch diese Geschichte einen Abschluss braucht. Ein Epilog mit offenem Ende. Sie gehört nicht in den Norden und sie folgt immer ihrem Herzen. Greta ist sicher clever, aber sie ist keine Überlebenskünstlerin. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird sie die Reise nicht überleben. Aber wer weiß schon, was das Schicksal für sie bereit hält.

So und zum Schluss noch was zum Schmunzeln. Als ich mit dem Gor-RP anfing, hieß es, dass sich dort die besten Spieler herumtreiben. Mag sein, dass das schon immer eine Legende war, aber das RP heute morgen hat mich nochmal ziemlich bestärkt darin, was ich aktuell über goreanisches Rollenspiel in Second Life denke. Natürlich hab ich die Person unkenntlich gemacht. Ich mag niemanden an den Pranger stellen, ich denke ich muss es nichtmal kommentieren, weil es einfach für sich stehen kann.

JARL : tal weib was machst du da unten
Translator : tal female what are you doing down there
[03:01] Greta brät eine kleine urt an einem spieß über dem feuer und sieht den mann an, der sich nähert, scheint zu überlegen ob sie den spieß fallen lassen und fliehen soll
[03:01] Greta: ich brate fleisch, Herr
JARL : na dann hoffe ich der das Fleisch euch schmecken wird
Translator : well then I hope that is the meat taste you
[03:04] Greta nimmt den spieß vom feuer und tastet mit den fingern an dem fleisch herum, sie wirkt ein wenig als sei sie auf dem sprung, dann sagt sie „alles schmeckt, wenn man hunger hat, Herr“
JARL : ja in der tat
Tranlator:  yes did
JARL : nun ihr habt hunger
Translator: now you have hungry
JARL : wo ist den euer mann
Translator: where is the your man
JARL : der sollte euch doch genug geld geben das ihr Essen könnt
Tranlsator: should you but enough money to give her food that can
[03:07] Greta beißt nun ein stück ab, sie löst es vorsichtig mit ihren zähnen ab und kaut dann bevor sie antwortet „das weiß niemand, wo mein Herr ist.“
JARL : hm
JARL : nun gut es wird sch schon wer finden
Translator: now well it is beautiful already who find
JARL: hier
Translator: here
JARL: es gibt genug männer hier die frei sind
Translator: There are plenty of men here that are free
[03:11] Greta isst in ruhe weiter und erklärt „ja vielleicht.“
JARL: Krame in meinem Beutel an der seite rum
Translator: Rummage in my bag on the side of rum
JARL: hole einen Puren Gold Klumpen raus
Translator: pick out a meshing nuggets
JARL: werfe ihn ihr zu Hier wein
Translator: throw it to her to show wine
JARL : weib
Translator: wife
[03:13] Greta isst weiter, während sie ihn beobachtet, dann starrt sie auf das gold und sieht ihn ungläubig an
JARL: Kaufe dir Kleidung und essen
Tranlator: Buy you clothes and food
JARL: denke das müsste reichen
Translator: think that should be enough
[03:14] Greta: du bist sehr großzügig, Herr. damit werde ich weit kommen.
JARL: und such dir einen vernüftigen kerl
Translator: and pick a resonable guy
[03:15] Greta denkt darüber nach, rasch steckt sie das gold in einen von innen in ihrem rock eingenähten beutel „ich dachte immer die männer suchen sich uns aus, Herr“
JARL: nun ich nicht
Translator: I do not now
JARL: ich warte bis die richtige da ist
Translator: I wait until the right there is
[03:17] Greta: ja, aber dann musst du sie ja auch nehmen oder, Herr?
JARL: nehmen ? was meinst du
Translator: take? what do you mean
[03:17] Greta: naja, sie zu deiner machen?
JARL : wenn es passt ja
Translator: if it fits yes
JARL : nun im moment helfe ich einer bekannten die wird gestorckt
Translator: Now at the moment I’m helping a known is gestorckt
JARL : darum ist mein Profil zur zeit belegt
Translator: therefore my profile for the time is occupied
[03:19] Greta hat nun aufgegessen und zieht sich wieder dichter an den baum zurück, bleibt aber in der nähe des wärmenden feuers, sie hat weder von stalking noch von profilen je was gehört, aber da sie nicht die hellste ist, lächelt sie freundlich „ich verstehe, Herr“

JARL : nun
Translator: now
JARL : gut
Translator: good
JARL: dann wandere ich mal weiter
Translator: Then I wander times further
JARL : lasst euch das Gold stück nicht stehlen weib
Translator: let you piece of gold not stealing female
JARL : ich helfe nur einmal
Translator: I help only once
JARL  hat die Chat-Reichweite verlassen.
JARl hat die Region verlassen.

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Comments
4 Responses to “Gretas Epilog*”
  1. Blaby sagt:

    ich lach mich schief ….

  2. Das war ein Missverständnis. Er ist beim Fähnlein Fieselschweif und hat seine gute Tat für heute getan. Morgen hilft er einem gebrechlichen Bosk über die Straße.

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