Der Kampf um Ruinen und vergangenes Glück

Meine Lehrstunde bei Elrond zur Beschwörung eines Adlers verlief erfolgreich. Ich war nun in der Lage im Kampf einen der mächtigen Könige der Lüfte herbeizurufen, dessen Krallen und Schnabel mit der Geschwindigkeit, auf der seine Schwingen sie herbeitrugen, eine unschlagbare Waffe in unübersichtlichen Situationen sein würden. Zudem hieß es, der Adler würde sich selbst opfern, wenn es darum ging einer aussichtslosen Lage die letzte Wendung zu geben.

ScreenShot00023

Dann entsandte er mich, frisch gestärkt, nach Eregion. Die zerstörten, einst blühende Lande der Elben waren überzogen von den Ruinen der großen Stätten. Das Land der Hulstenbäume wurde heftig umkämpft: Auf der einen Seite die Diener des Verräters Saruman – auf der anderen Seite mein Volk, die Elben, die versuchten ihre Kultstätten zurückzuerobern. Bereits auf dem Weg nach Gwingris fielen mir die vielen Crebains ins Augen, die mich mit ihren schwarzen Augen zu verfolgen schienen. Doch das war noch nicht alles. Beim Ritt durch den Wald von Glâd Ereg spürte ich die Anwesenheit von etwas Abscheulichem so nah wie selten zuvor. Den Wäldern galt meine tiefe Liebe und Verbundenheit, aber in diesem Wald war Verderben im Gange. Mehr als einmal spürte ich Bewegungen in den Ästen obwohl es still war und außer den Crebains und dem Brummen von hunderten von giftigen Insekten, gegen die wir uns zur Wehr setzen mussten.

ScreenShot00007

Die Geschehnisse im Wald waren es, die den Verteidigern von Gwingris am meisten Sorgen bereiteten. Es hieß,  die Kreaturen des Waldes hätten sich der dunklen Macht verschrieben. Neben der Vernichtung des Anführers der Waldtrolle sollte ich auch der Zerstörung des Waldes selbst entgegenwirken und neue Hulstbäume pflanzen an geeigneten Stellen. Die Dichte der Waldtrolle, die mit ihren merkwürdigen astartigen Armen verheerende Schläge austeilen konnten, wurde größer, je näher ich ihrer Höhle kam, die versteckt auf einem Hügel lag. Aber das Unternehmen gelang und meine Kenntnisse der Feuerkunde kamen mir zur Hilfe. Dennoch war ich froh, als ich die dunklen Gänge der Höhle wieder verlassen konnte, in der es nun nach verbrannten Trollen roch. Das Licht zeigte mir den Weg zu den Lichtungen, an denen die Hulstensamen ausgebracht werden konnten und als ich meinen Auftrag erledigt hatte, wandte ich mich zurück gen Gwingris, Seregon immer dich an meiner Seite. Längst hatte er sich an die trampelnden Hufe meines Pferdes gewöhnt.

ScreenShot00003 Kopie

Meine Wahrnehmung der Crebains hatte mich nicht getäuscht. Tatsächlich dienten sie dem Feind als Armee der Augen und wohin ich auch ritt, es gab Hunderte von ihnen zu vernichten und doch tauchten ständig wieder neue auf, so dass wir uns schließlich gezwungen sahen, nach einem Brutbaum zu suchen. Die Suche nach dem Brutbaum führte mich in ein vom Feind besetztes Holzfällerlager. Ich beobachtete und vernichtete einige der Dunländer und Handlager Sarumans aus dem Hinterhalt, bis ich mich in die Mitte des Lagers vorwagte und ihren Anführer zum Kampf forderte. Der Spott in seinen Augen erlosch rasch, als ich einen Blitzschlag heraufbeschwor, der ihm von oben in den Kopf und durch Mark und Bein fuhr. Den Rest erledigte Seregon mit einem raschen Biss in seinen Kehle. Viele der Dunländer flohen. Ich sammelte die Äxte der Toten ein um zu verhindern, dass nachfolgende Kommandos die Arbeit einfach wieder aufnehmen konnten und machte mich weiter auf die Suche nach dem Brutbaum. Bald schon fand ich ihn, gut geschützt zwischen Hulstenbäumen am Rande eines kleinen Sees. Als er lichterloh brannte, stiegen hunderte von Crebains auf in den Himmel und zogen als dunkle Wolke über Eregion von dannen.

Ich hielt einen Moment inne. Meine Macht war größer geworden. Der Stab kribbelte zwischen meinen Fingern und das Schwert aus Elbenstahl lag gut und ruhig in meiner anderen Hand. Wind und Sturm. Feuer. Blitzschlag. Die Erde selbst. Ich war in der Lage dem Feind mit den Kräften der Natur erheblichen Schaden zuzufügen.

ScreenShot00002

Es war an der Zeit weiterzuziehen. Weitere verbliebene Elbenstätten warteten bereits auf mein Eintreffen. Mein nächstes Ziel war Echad Eregion. Die Angehörigen meines Volkes dort sorgten sich um die uralte Elbenschmiede Pembar, die von Halborks im Dienste Sarumans besetzt worden war. Es galt nicht nur die Elbenrelikte und Schmuckstücke zurückzubringen, sondern auch die Zucht der widerlichen gigantischen Würmer zu stoppen, die von den Halborks dort offenbar betrieben wurde. Die Angelegenheit erwies sich als nicht ganz einfach. Die Würmer hatten gigantische Ausmaße und nicht nur ihre Klauen und Zähne waren eine große Gefahr, sondern vor allem der Schlag ihrer mächtigen Schwänze. Außerdem mussten die Nester vernichtet werden. Seregon zog sich im Kampf tiefe Wunden zu, für die meine Heilkraft noch nicht ausreichte.

ScreenShot00004

Eine Veränderung ging vor sich, egal wohin ich meinen Fuß setzte. Man kannte mich, Lais aus Lórien, und brachte mir Respekt entgegen. Von den Elben in Echad Eregion wurde ich reich entlohnt. Erst als Seregon geheilt war, zogen wir weiter um die Ruinen von Barad Morlas von Halb-Orks und Wölfen zu säubern. Wichtiger aber war die Befreiung eines Gefangenen dort. Auch die Elben in Echad Dúnann plagten ähnliche Schwierigkeiten. Meine Erfahrungen mit den bösartigen Biestern wuchsen in Eregion in nie gekanntem Ausmaß. Saruman, der Weiße, versuchte das Land mit seinen Plagen zu überziehen und hinterließ Tod und Zerstörung der Natur, wohin man blickte. Selbst die uralte Stätte der Gelehrsamkeit der Elben – Echad Mirobel – stand unter dem beständigen Druck uraltes Wissen vor Plünderern schützen zu müssen.

ScreenShot00016

Meine letzte Station in Eregion, Echad Dúnann, lag nah des Rothornpasses und direkt an den Toren von Moria. Hier war noch zu spüren, wofür Eregion einst stand: Die Freundschaft und Verbundenheit zwischen den Zwergen und meinem Volk. An dieser Stelle von Eregion kämpften die Zwerge und Elben immer noch gemeinsam gegen die Diener Sarumans. Allerdings drängte es das Zwergenvolk auch Khazad Dûm, wie sie Moria nennen, zurückzuerobern.

ScreenShot00014
Meine Nachforschungen sollten sich hier bestätigen: Gandalf und die übrigen Gefährten hatten nicht den Weg über den Rothornpass genommen und sie hatten auch nicht die Pforte von Rohan passiert, sondern waren durch das Tor von Moria getreten. Eine Entscheidung, die Elben und Zwerge gleichermaßen mit Unbehagen erfüllte. Unerwartets Grauen mochte die Reisenden dort erwarten, denn noch hatte niemand es gewagt, die unterirdische Stadt zu betreten- seit sie von einem Balrog erobert und besetzt worden war.

Mein Gefühl sagte mir, dass Khazad Dûm auch für mich Geheimnisse und Herausforderungen bereit hielt. Und schließlich wurden meine Vorahnungen bestätigt. Ein Zwerg, der Wächter am Tor zwischen Eregion und Moria, bat mich um Hilfe in einer persönlichen Angelegenheit. Ich folgte meinem Pfad und wies ihn nicht ab.

ScreenShot00009 Kopie

Advertisements
Comments
One Response to “Der Kampf um Ruinen und vergangenes Glück”
  1. Das Rundohr von der Insel sagt:


    *snicker*

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: