Lothlórien so fern

Ich erinnere mich an die Lichtung. Umfangen und geschützt von den mächtigen, silbrigen Stämmen der Mallorn, die in den Himmel wachsen und uns auf ihren Ästen wohnen lassen. Wir sind die Galadhrim, die Waldelben von Lórien. Wir sind eins mit dem Wald und achten seine Gaben und dafür achtet der Wald auf uns, schenkt uns Schutz unter seinen goldenen Blättern und in den luftigen Höhen seiner Äste. Und doch ist die Lichtung mein Lieblingsplatz. Denn hier lernte ich zum ersten Mal was es heißt, mit den Tieren zu sprechen. Seither haben mich viele von ihnen begleitet. Doch ich vergesse nie, wie Quenya zum ersten Mal auf meiner Schulter saß und danach nicht mehr von meiner Seite wich. Ihr Fell war grau und weiß und auf den Ohren hatte sie kleine silbrige Haarbüschel und sie pflegte den buschigen, seidenzarten Schwanz um meinen Nacken zu legen wie einen wärmenden Kragen.

Aber Lothlórien ist fern und Quenya ist den Weg der kleinen Tier gegangen, den alle Sterblichen gehen. Nichts ist golden in Angmar. Die Bäume richten ihre schwarzen, toten Astfinger klagend in den düsteren Himmel und in den Sümpfen unterhalb der verborgenen Zwergenfestung Gabilshathûr regiert das Verderben und vergiftet alles Leben und das Trinkwasser. Die Schatten sind allmächtig und das Reisen beschwerlich und gefährlich in diesen Tagen. Nicht nur in Angmar.  Seregon, der Onyxluchs, war mir ein treuer Begleiter vor allem im Kampf gegen die Biester des Sumpfes und der Wege durch die Schatten der Nacht und der Tage. Dunkelheit umgibt uns und Licht bedeutet nichts weiter als einen blutroten Schimmer am Himmel.

Wir liegen am Feuer und lauschen den rauen Stimmen der Zwerge, die sich Geschichten erzählen. Die Müdigkeit hüllt uns ein, denn der Tag war anstregend. Wir waren in Imlad Balchorth und haben den Angmarin Patrouillen aufgelauert. Ein Ort des Grauens, von Untoten bewacht. Ein paar wichtige Gegenstände konnte ich erbeuten, die meine Ausbildung vorantreiben werden, insbesondere was die Tierkunde angeht. Ich sollte schlafen. Noch einige Tage werde ich an diesem Ort verbringen müssen, denn die Zwerge sind froh über jede Hilfe, der es gelingt die Sümpfe zu durchqueren und mit ihnen den Mächten der Dunkelheit zu widerstehen. Orks vom Stamm der Blogmal und der Krahjarn lagern in unmittelbarer Nähe und drohen die Festung einzunehmen, wenn ihnen nicht Einhalt geboten wird.

***

Erstversuch im Kontext „Der Herr der Ringe“. Wenn ich Fehler mache, mögen mich Kenner der Materie bitte korrigieren. Zu lesen ist der Versuch einer Hintergrundgeschichte für meine Elbe. HDRO Klasse der Kundigen.

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Comments
One Response to “Lothlórien so fern”
  1. Also, mir gefällts, hab ja auch den namen daher, Gilgalad, auch wenn er nicht so zu meinem geschlecht passt, räusper. Bin gespannt wie es weitergeht.

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