Schwur vor dem Kampf

Nachdem Do-bar es zum letzten Schwurtermin nicht geschafft hatte, war er nun an der Reihe vor Seremides seinen Schwur zu leisten. Ikarus, der Sohn des Gerd, war ebenfalls an der Reihe und so kam es, dass noch mehr Scharlachrot als üblich im Zeremoniensaal zu sehen war. Der Ubar hatte befohlen, dass alle Krieger dem Schwur als letztem gemeinsamen Akt vor dem Auszug ins Delta beiwohnen sollten.

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Amira hatte sich einen Platz recht weit hinten ausgesucht, denn sie war nicht besonders erpicht darauf Seremides zu sehen an dem Platz, der in ihrem Herzen immer für Cato reserviert sein würde. Dass sie sich kurz vor dem Schwur noch mit Seremides gestritten hatte, trug nicht unbedingt zu ihrem Wohlbefinden bei. An sich hatte sie sich nur bedanken wollen dafür, dass er Cato mit einer Aufgabe betraut hatte, aber er hatte ihr unterstellt sie wolle sich darüber beschweren, dass man ihr ihr Amt weggenommen hatte. Er hatte sich damit eine Feindin innerhalb von Turmus geschaffen, aber vermutlich war ihm das nicht klar oder er unterschätzte sie, wie es die meisten Männer taten.

Sie war nicht dumm genug ihn weiter zu provozieren, sondern hatte nur gelächelt und sich in aller Form für dies Missverständnis entschuldigt. Im Stillen dachte sie während des Heimsteinschwurs an Iagos Tod und sie wünschte Seremides den selbigen, am besten lang und qualvoll und von ihrer Hand. Selbstverständlich erst, nachdem er für Turmus alles gegeben und die Cosianer in die Stadt des Staubes überführt hatte.

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Do-bar, der einst der Administrator von Nadira gewesen war, war es gelungen den Heimstein von Nadira zu retten. Dieser wurde nun feierlich zum Heimstein von Turmus gelegt, wo bereits der Heimstein von Talbot und auch ein Stück des Heimsteins von Turia vereint lagen, verbunden in einem mächtigen Band der Treue.

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Für den jungen Krieger Ikarus war es der erste und letzte Heimsteinschwur seines Lebens, denn nachdem er seine Ausbildung abgeschlossen hatte, hatte ihn sein Vater nach Turmus befohlen um sich dort niederzulassen. Seine Anspannung war zu spüren, aber Do-bar half dem jungen Krieger väterlich durch den Schwur. Es war eine feierliche, aber in ihrer Art doch ganz andere Zeremonie als sie es bei Cato war.

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Der Krieg schwebte als spürbare Bedrohung im Raum und der Ubar richtete sein Wort vor allem an die anwesenden Krieger, von denen einige nicht zurückkehren würden. Schon morgen würden sie aufbrechen Richtung Delta. Alja war aus Belnend angereist, um ihrem Sohn beim Schwur zu sehen. Amira konnte ermessen, wie es um ihr Herz bestellt war, denn Alja wusste, dass der morgige Tag ihrem Sohn den Tod bringen konnte.

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