Sklavenzucht – die erste Verpaarung

Nachdem der Sklavenhändler Sir Lysingur als verschollen galt, hatte Amira die Slavery kurzerhand für ihre Zwecke umgestaltet. Neben den Räumen für die Zuchtsklaven und die Zuchtsklavinnen würde nun als nächstes der Raum für die Nachzuchten ausgebaut werden. Der Versuch Greta bei Sir Tatso in Kasra unterzubringen, damit er eine günstige Verpaarung mit ihr vornehmen konnte, war gescheitert. Tatso weilte derzeit nicht in Kasra und man wusste auch nicht, ob er nochmal dort auftauchen würde. Also war das Mädchen wieder zurück in Turmus und verlor in ihrem eisernen Gürtel fast den Verstand. Aber da sie bereits Brutwein bekommen hatte, musste sie es noch eine Weile aushalten bis ein passender Kajirus gefunden war.

Da der Kampfsklave zur Arbeit auf dem Bauernhof ausgeliehen war und Amira überdies sein erhöhtes Aggressionspotential für die Sklavenzucht als nicht wirklich erhaltenswert ansah – und Luc, der Sklave ohne Zunge nicht aufzufinden war – stand Amira nun vor dem Dilemma rasch einen anderen Verpaarungspartner für Greta zu finden. Aber nicht einen eingefangenen Freien, solche hätte sie von den Ki’kara sicher käuflich erwerben können, nein sie wollte einen aus einer Zucht mit entsprechendem Stammbaum.

amal_003

Die Lösung ihres Problem, das  – oh Ironie des Schicksals – auch Gretas Problem war – kam eines morgens mit einem einlaufenden Schiff nach Turmus. Amira hatte sich ihr Schreibbrett unter den Arm geklemmt um die Waren genauestens zu protokollieren und die Hafenabgaben für den Händler festzulegen, da schlich sich auf der anderen Seite des Schiffes ein offensichtlicher Sklave über den Pier davon.  Schnell war er gestellt. Nachdem er als ungefährlich eingestuft worden war, nahm Amira ihn mit ins Badehaus, denn unter all dem Schmutz war durchaus Potential zu erahnen. Langes dunkles Haar, ein geschmeidiger schlanker Körper. Geschickte Hände.

amal_001 amal_005

amal_006 amal_007

Und durchaus Talent, wie Amira feststellen durfte. Er musste von den Priesterkönigen gesandt worden sein. Ein Sklave aus einer kleinen Zucht bei Lara am Vosk. Warum der Sklave herrenlos mit dem Schiff angereist war, erfragte Amira nicht. Sollte kein Besitzer auftauchen, würde er in wenigen Tagen an die Stadtkette fallen. Und eine Deckgebühr würde dann auch nicht fällig werden.

Nachdem Amira das Geschenk des Vosk im Sklavenhaus untergebracht hatte, eilte sie fort zum Schreiner um zu fragen, ob das Zuchtgestell schon fertig war. Es sollte im Hof des Sklavenhauses aufgestellt werden. Eine Verpaarung von Zuchtsklaven fand in der Regel öffentlich statt, denn für die ordnungsgemäße Ausstellung von Papieren waren Zeugen unabdingbar.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: