Double, double toil and trouble; Fire burn, and caldron bubble

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Gerade als Amira sich von Isabell verabschiedet und ihr für die bevorstehende Mission gutes Gelingen und sichere Wege gewünscht hatte, vernahm sie aus dem Vorraum der Hafenmeisterei Aljas Stimme. Wiederum hatte die Komplexität des Planes die Wartezeit verlängert. Lady Jean, Heilerin von Turmus, hatte längst nicht alle Zutaten vorrätig, die man für so etwas Seltenes wie das Iskander Serum brauchte. So hatte man sich an Lady Alja gewandt, die nicht nur die Schlangeninsel gekauft und dort erste Exemplare seltener Giftnattern ausgesetzt hatte, sondern die auch als reisende Händlerin für das Handelshaus ihrer Familie in allen Städten Gors unterwegs war. Im Gepäck diverse exotische Ingredienzien für Heiler. Zuweilen aber waren die gewünschten Zutaten so selten, dass auch sie einige Zeit brauchte, um das Gewünschte zu besorgen.

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Wie in diesem Fall. Aber es war geglückt. Lady Jean verfügte nun über alles Notwendige und hatte sich bereits an die Arbeit gemacht. Erregung überkam Amira. Vermutlich war das Serum gerade in diesem Moment im Entstehen. Es hatte sich ausgezahlt die Heilerei mit einem brauchbaren Laboratorium auszustatten und Lady Jean selbst erwies sich als großer Gewinn für Turmus und für Del-ka. Fast meinte Amira schon seltsame Gerüche über den Hafen weg aus der Heilerstube zu erwittern. Wie es uns manchmal geschieht, dasss wir unser Wunschdenken mit der Wirklichkeit verwechseln. Lady Alja warnte Amira ausdrücklich davor, weiterhin Krieger bei Manövern auf die Insel zu senden um Zielscheiben aufzustellen. Insbesondere am Abend an den Stellen am Ufer, wo sie Sonne tagsüber die großen Felsen aufheizte, sei besondere Vorsicht geboten. Amira versprach Alja, dies an Sir Gerd möglichst zügig weiter zu geben.

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Als Amira sich auf den Heimweg machte, die Müdigkeit bereits in allen Gliedern spürend, ließ sie den Tag vor ihrem inneren Auge Revue passieren. Eine pilgernde Bäckerin hatte sich für ein oder zwei Hand in Turmus niedergelassen und sich bereit erklärt die Stadt als Gegenleistung für die Benutzung einer Backstube mit ausreichend haltbarem Brot für mögliche Zeiten der Belagerung zu versorgen. Bei einem Schmied von außerhalb hatte Amira etwas angefordert, das Angreifer davon abhalten würde, die Hafeneinfahrt zu passieren. Sir Gerd hatte sich hierfür ausgesprochen, neben einigen anderen brillanten Ideen, die der schmächtige, aber nicht zu unterschätzende altgediente Krieger ihr unterbreitet hatte.

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Cato und sie hatten den Tag ruhig beginnen lassen und den überwiegenden Teil des Vormittags im Bett verbracht, während Greta unten Laertes und die Zwillinge versorgte und Chrysa Dienst in der Festung tat. Seit ihrer vollständigen Genesung waren sie einander so nah wie nie zuvor, obwohl sie das Gefühl hatten sich im Auge eines Sturmes zu befinden, der jeden Tag über Turmus, ihre neue Heimat hereinbrechen konnte.  Nach einem atemlosen Akt der Liebe sprachen sie kurz über Amiras bevorstehenden Heimsteinschwur in zwei Tagen. Dann würden sie endlich vereint sein unter einem Heimstein. Amira befand sich in heller Aufregung deswegen und hatte bei der Bäckerin bereits eine Torte in Auftrag gegeben. „Feiern, Cato. Für einen Tag sollen die Menschen in Turmus ihre Sorgen und Ängste vergessen. Das möchte ich!“ Cato hatte gelacht und sie auf die Stirn geküsst, wie man es mit einem aufgeregten Kind tut. „Dann soll es so sein, Amira.“

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Im Anschluss waren sie noch an den Hafen gegangen, um die Menschen zur Feier zum Heimsteinschwur einzuladen. Dort hatte sich schon einiges Volk versammelt. Eine Lady Tama – erst frisch aus der Sklaverei entlassen und dann vor ihrem hoffnungsvollen Gefährtenkandidaten geflohen – war mit Begleitung vor Ort. Außerdem Lady Isabell samt Kajira, die Bäckerin und Lady Mithandriel. Amira schätzte Mithandriels geistreiche Art und ihren verborgenen Witz. Überhaupt schien es, als sei die blaue Kaste überdurchschnittlich in Turmus vertreten, so dass die Stadt selbst eine angenehme Mischung aus Kultiviertheit und der alten Ordnung bot mit Kriegern, die man respektierte, sie Männer sein ließ und mit ihren Eigenarten auf kluge Weise umzugehen wusste. Im Gegenzug arbeiteten die hohen Kasten Hand in Hand im Sinne der Ziele von Del-ka. Mann und Frau, Mitglieder aller Kasten, wussten um ihren Platz und waren stolz auf das, was ihre Geburt ihnen mitgegeben hatte.

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Lady Isabell nutzte die Gelegenheit Cato gegenüber den Wunsch zu äußern, dem Administrator vorgestellt zu werden. Seit einigen Tagen schon hatte sie immer wieder nach dem Oberhaupt von Turmus gefragt und Amira war es nicht entgangen, dass sie vermutlich an einer Gefährtenschaft interessiert war um sich gesellschaftlich wieder zu rehabilitieren. Amira verstand diesen Wunsch, aber mit jeder Erwähnung des Administrator wurde sie daran erinnert, was Cato im Schilde führte und welches Versprechen sie ihm gegeben hatte. Kaum merklich berührte sie Catos Arm, als wolle sie sich seiner immer währenden Stärke versichern, die sie um sich herum spürte. Nicht jeder Zweck heiligt jedes Mittel, hatte Isabell neulich gesagt, als es um Kasras Kriegstreiben ging. Dieser Satz ließ Amira keine Ruhe. Sie wünschte sich so sehr mehr Kühlheit des Gemütes, eine Spur mehr Grausamkeit in ihrem Inneren. Aber der Zwiespalt zwischen dem Willen Cato zur Macht zu verhelfen und ihrem Gewissen rieb sie förmlich auf.

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Der Heimsteinschwur von Amira findet am Dienstag um 21.00 Uhr statt.

Der Teleport zum Palast findet sich zu gegebener Zeit im Stadttor hinter dem Hafen. Gruppenfremde Besucher können sich mitnehmen lassen.

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Der Mensch ist frei. Vor allen Dingen aber ist es der Spieler. Wir treffen tagtäglich Entscheidungen gegen oder für etwas.

Wir setzen nach wie vor auf mündige, selbstverantwortliche Mitspieler. OOC und IC zu trennen ist eine banale Anforderung. Konsenz ebenso. Ist kein Konsenz zu erzielen, gibt es jeweils eine Fülle anderer Handlungsmöglichkeiten.

Damit ist im Grunde alles gesagt.

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