Amour fou

Nachdem die Stadtwache von Lydius durchaus im Aufschwung begriffen scheint, beauftragte Amira beim Schreiner die Einrichtung einer Wachstube und einer Schlafstube für neue Rekruten. Natürlich nicht ganz ohne Hintergedanken, hatte sie doch schon seit vielen Monden immer wieder gepredigt, dass es sträflich ist, die Verteidigung einer Stadt brach liegen zu lassen. Nun hatten ihr die Geschehnisse Recht gegeben. Sir Tharkan war wieder öfter in der Stadt, Sir Marcus hatte sich sogar beim Rat profilieren wollen und zusätzlich gab es Verstärkung für die Wache aus Tarnburg. Auch Söldner Raul legte einigen Ehrgeiz an den Tag und schien ein vielversprechender Mann zu sein, wenn auch etwas grob in den Umgangsformen.

(von links: Tonka aus Tarnburg, Lady Vayiena, Lady Amira, unbekannte kurzbeinige Wache – Besichtigung der neuen Wachstube)

(im Bild: Krieger Raul beschwert sich über üble Nachrede, im Schlepptau eine Kajira)

(Krieger Tonka aus Tarnburg in der Schreibstube mit einigen Aufträgen für die Schreiberin – schön, wenn nicht jeder selbst schreiben kann… das bringt RP)

Alles in allem kann man von einem sehr erfolgreichen Tag sprechen, auch wenn es noch nicht gelungen war, den neuen Krieger und Sir Grae zu einem Gespräch über das Bündnis mit Tarnburg zusammen zu bringen.

Am Abend  – Raul hatte Amira mit einer Expertise über seine erbeuteten Kunstgegenstände beauftragt – war es zu einem sehr aufwühlenden Vorfall in Rauls Haus gekommen und Amira hatte fluchtartig dessen Haus verlassen und war in eine blonde Kajira hineingelaufen, die sie bisher noch nicht gesehen hatte. Es stellte sich heraus, dass das zarte Geschöpft aus Hochburg und Übermittlerin einer Nachricht für Amira war.

Amira hätte das Mädchen am liebsten geschüttelt, damit die Worte schneller aus ihm herauspurzelten und kaum hatte das Mädchen ihr mitgeteilt, dass Cato unten am Laurius auf sie wartete, nahm sie die Beine in die Hand und eilte ungeachtet ihrer Robe zum Stadttor hinaus über die Brücke Richtung Flussufer. Ihr Herz klopfte ihr bis zum Hals und mit einem Mal wurde ihr klar, dass Cato ihr mehr bedeutete, als sie sich eingestehen wollte. Und wenn es nötig wäre durch das eiskalte Wasser des Laurius zu ihm zu schwimmen, sie wäre von der Brücke gesprungen.

Cato wartete am verabredeten Platz auf sie und nach dem ersten Austausch von Berührungen, Küssen und Worten gab Amira einen Schlüssel zu ihren Privaträumen und man machte sich zur Sicherheit auf unterschiedlichen Wegen auf den Rückweg in die Stadt.

Auf demWeg sammelte Amira die Kajira aus Hochburg auf, die etwas verwirrt im Straßengewirr von Lydius herumirrte und befahl sie mit einem Tablett Kalana und ein paar Trauben nach oben, wo sie für Cato das Bad vorbereiten sollte. Da Cato angab, das Mädchen sei vertrauenswürdig, verbrachten sie Stunden gemeinsam im warmen Wasser der Wanne, nahmen die Dienste des Mädchens gemeinsam in Anspruch und vergaßen erneut welcher Gefahr sie sich aussetzten.

Danach lenkte Cato das Gespräch geschickt auf seine Pläne, die bereits spürbar Form annahmen, sogar ein Haus für die konspirativen Treffen der Blauen Kaste war schon gefunden und Amiras rebellisches Herz wurde erneut entzündet. Die erste Botschaft sollte sie verschlüsselt erreichen, aber nach all den freudvollen Stunden nahte der Abschied Catos nach Hochburg, zurück zu seinen Pflichten, zurück zur Tatrix und der bevorstehenden Vergefährtung.

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Comments
3 Responses to “Amour fou”
  1. Schmunzel…
    Mach dich darauf gefasst das die Tatrix und der Präfekt eine Vertrauenswuerdige, zuverlaessige, wortgewandte Person brauchen, welche die Gefährtenschaft der beiden vollzieht, hihi.
    Hach das alles ist so erfrischend, auch wenn ich euren Bedenken das manch einer die OOC Blog Infos gegen euch verwendet teile, es gibt immer Neider die ic und ooc nicht trennen.
    Wie ich Cato schon schrieb… tut nichts, was ich nicht auch taete, grins.
    Manchmal ist es das beste man zieht seine Sache durch, ich finds toll.

    Bitte haltet noch was in der Hinterhand bis nach meinem Urlaub, wo ich mit einsteigen kann. Ähm also nicht beim “AKT“ ansich, grunz. Viel Spass weiterhin und bis in zwei Wochen.
    Gruss Angy 😉

    • neanarstrom sagt:

      Ich finde den Gedanken, dass Amira die Gefährtenschaftszeremonie durchführen muss, ungeheuer spannend. Man kann die Situation kaum mehr zuspitzen als sie in diese emotionale Not zu bringen.

  2. onolisicious sagt:

    da faellt mir ein: den Schluessel hab‘ ich noch oO .. und die Hose befindet sich nun in der Hochburger Waescherei! Verdammt! Sehr schoener Artikel, und keine Nacktbilder *Applaus*

    zu Angie:nein, ich habe nur wenig Bedenken das jemand die OOC Informationen aus den Blogs verwendet. Das waere ziemlich albern und wenn es doch jemand tun sollte, kann man ggf. einschreiten. Zu Deinem ersten Satz: nicht Dein Ernst? Das bereden wir dann am besten mal IC … gute Zeit und bis bald!

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