Fight Club in Port Kar

Während Goreaner anderswo gemütlich Tee trinken, ihren Mädchen den Rücken kraulen und sich den Tag mit einer Partie Kaissa oder Zar vertreiben, plant das Vergnügungskomittee in Port Kar etwas ganz anderes.

In einer alten Lagerhalle ließ der Hafenprätor von Arbeitsklaven einen Ring bauen, auf dem fortan in unregelmäßigen Abständen prügelwillige Männer oder zu bestrafendes Sklavenfleisch gegeneinander oder gegen blutrünstiges Viehzeug antreten sollen.

Hätte Sura, das Tratschfleisch, sich nicht verquatscht, hätte Shaia, mittlerweile aufsteigende Bäckerin, Diebin von Herzen und Kleinkram sowie Weib vom Schmied, noch gar nichts von den bevorstehenden Kämpfen am Hafen erfahren. So aber ließ sie sich von Sura die Halle zeigen, die gleich neben dem Haus des Sklavenhändlers liegt, der Eingang verborgen in einer dunklen Seitengassen, wie man sie zuhauf in Port Kar findet.

Da Männer sich gern auf das wesentliche konzentrieren, enthält das alte Kontor aus schmutziggrauen Ziegeln nicht viel mehr als den Kampfring selbst, eine zusammengezimmerte Sitzbank und ausreichend Paga, um die Stimmung ordentlich hochkochen zu lassen. Die Blutflecken auf den alten Holzdielen zeugen bereits von erste Probekämpfen, bei denen ordentlich Blut aus einer gebrochenen Nase geflossen sein muss. Vielleicht hat aber auch eine unglückselige Port Kar Sklavin ihren Kampf gegen ein Dutzend ausgehungerte Urts oder einen gierigen Sleen verloren, die in den Käfigen auf ihren Einsatz warten.

Shaia hält die Luft an. Es stinkt bestialisch nach geronnenem Blut, abgestandenem Paga, der sich tief ins Holz gesogen hat, Schweiß und vor allem – Adrenalin – der Zauberstoff, der aus Menschen Bestien macht. In jedem Fall, so denkt Shaia, wird es hier reichlich zu verdienen geben. Saufende Zuschauer essen auch und vor allem – werden sie unaufmerksam, während sie um ihren Wetteinsatz bangen, die Protagonisten im Ring mit blutunterlaufenen Augen verfolgen und sie mit rauhen Stimmen zu Höchstleistungen anfeuern.

Als Shaia draußen schwere Schritte hört, verbirgt sie sich  in einer Mauernische und wird Zeuge eines beunruhigenden Gesprächs zwischen dem Hafenprätor und dem Hauptmann. Connor, Hauptmann der Tarnstaffel giert schon danach, im ersten offiziellen Kampf antreten zu können – eine Tatsache, die Shaia nicht weiter verwundert, denn Krieger sind bekanntlich ja dem Blutvergießen alles andere als abgeneigt. Wer aber soll des Hauptmanns Gegner werden?

Als der Name fällt, bleibt Shaias Herz fast stehen vor Entsetzen. Nein! Das darf nicht sein! Das ist nicht zu ertragen… Hatte Connor deshalb zu jeder erdenklichen Gelegenheit mit ihr Streit angefangen, jetzt wo Tekko für eine Hand auf Reisen war? War es reines Kalkül gewesen um den alten Freund zu provozieren?

Verwirrt und zutiefst beunruhigt schleicht sich Shaia zurück Richtung Schmiede.

————

OOC: Die Idee mit den Kämpfen in der alten Lagerhalle finde ich wirklich großartig. Gekämpft wird übrigens nicht über GM sondern als RP-Kampf und entscheiden über den Erfolg wird der RP-Würfel. Das ist eine gute Gelegenheit für Besucher, sich das Rollenspiel in Port Kar anzusehen und sich obendrein mit der Benutzung von RP-Würfeln vertraut zu machen. Erfahrene Port Kar Spieler zeigen, wie es geht.

Angekündigt werden wird der erste Kampf unter anderem sicher im Port Kar Blog. Hier bei mir aber auch!

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Comments
4 Responses to “Fight Club in Port Kar”
  1. Sura sagt:

    *blickt die Herrin emört an*
    Ich bin kein Tratschfleisch! Mein Mund ist nur schneller als mein Hirn. Und das ist keine Sitzbank, dort kommen die Becher für den Paga drauf und in den Pausen können dort oben die Sklavinnen
    tanzen – natürlich nackt, hat der Hauptmann gesagt.

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