Süße Rache

Wenige Stunden nach dem Maskenball ereilte die Unglückselige, die Lady Levenque um Geld zu betrügen versucht hatte, das Schicksal in Form einer Entführung von ihrem eigenen Anwesen. Gemeinsam mit ihrer Assistentin Pam verbrachte die skrupellose Lady die junge Witwe in den Keller ihres Hauses um sie auf das vorzubereiten, was im neuen Club auf sie zukommen würde.

Miss Nea entnahm den Formulierungen von Lady Levenque ein handfestes Bedürfnis nach eiskalt servierter Rache und ahnte, dass „ganz unten“ für die Unglückselige wirklich keinen Spielraum lassen würde. Es stand außer Frage, dass sie nach den entsprechenden vorbereitenden Maßnahmen ganz unten angekommen sein würde.

Das renovierte Haus im Wald zeigte sich nun durchweg in zur Insel passendem exklusivem Ambiente. So gab es in der Empfangshalle eine luxuriöse, barocke Sitzgruppe vor dem Kamin sowie eine Bar  und darüber hinaus drei Themensuiten, ausgestattet mit reichhaltigem Equipment für besondere sexuelle Präferenzen. Die schauerlichste aller Suiten befand sich im Erdgeschoss und beinhaltete zwei große Käfige, die den Insassen einen Ausblick auf die Schrecklichsten aller Schicksale gewährten. Diese Suite war definitiv nicht für den normalen Publikumsbetrieb bestimmt und Lady Levenque hielt sie nicht ohne Grund hinter dicken Vorhängen verborgen.

Sir Sol und Lady Levenque handelten aus, dass Sayuri im Club arbeiten würde, solange er sich im Aufbau befand und dass es gewisse Extras bei ihr natürlich nur in Rücksprache mit ihrem Besitzer geben würde, damit Sols Eigentum keine bleibenden Schäden davon trug. Miss Nea hatte nichts dagegen, teilte ihr die zarte Japanerin doch ohnehin zu häufig das Bett mit ihrem Gatten.

Was Miss Nea fast noch mehr in Aufregung versetzte, waren die bei den Renovierungarbeiten entdeckten unterirdischen Ausläufer des alten Klosters, die nun den Keller des Club Deviant Desires bildeten. Man hatte einen Zugang geschaffen und erreichte nun über eine steinerne Treppe das alte Gewölbe. Wenngleich Miss Nea es als „etwas old school“ bezeichnete, bizarre Spiele in einem Gewölbekeller zu inszenieren, faszinierte sie doch die Patina des alten Gemäuers, bei dem auf modernisierende Baußmaßnahmen völlig verzichtet hatte. Im Feuerschein beleuchtet und mit allerlei Foltergerät ausgestattet, bot sich ein durchaus furchteinflößender Eindruck. Besonders das Wasserloch, geflutet mit eiskaltem Meerwasser, setzte einige Phantasien in Gang bei Hausherr und Hausherrin.

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