Opulente Feierlichkeiten

Rosenblätter und Girlanden an allen Häusern hießen die rückkehrenden Truppen Kasras willkommen und auf dem Markplatz hatten die fleißen Kajirae unter Leitung von Cassia bereits die Festlichkeiten vorbereitet und sich dabei wahrlich selbst übertroffen, opulente Teppiche und Kissen luden an langen Tischen zum Verweilen ein und das mehrgängige Festmahl sowie der gute Kalana ließen keine Wünsche offen.

Alle Freien und Kajirae hatten sich in ihre Festtagsgewänder geworfen und erwarteten ungeduldig den feierlichen Einmarsch des Ubar durch das große Tor. Aufgeregtes Getuschel erfüllte den Platz und als die Aufregung der Massen schon in Ungeduld umschlagen wollte, erschienen die Umrisse der geschmückten Streitwagen im Stadttor und die Silhouetten der mächtigen Krieger zeichneten sich gegen dem Himmel ab.

Leora stand inmitten der Menge und hatte sich einen guten Platz ausgesucht um ihrer Begeisterung durch Jubel Ausdruck zu verleihen und das begeisterte Gekreisch der Sklavenmädchen brandete zu seinem Höhepunkt auf, als der Wagen des Ubar als erster auf den Platz gefahren kam. Das Thalarion schnaubte und wirbelte Staub auf, während der purpurgewandete Teibar, Herrscher über Kasra und Bezwinger Belnends mit Gold bestäubt und von Lorbeer gekrönt keine Miene verzog und dem Volk huldvoll zuwinkte. Auch der Streitwagen der Delgation aus Ar erntete kaum weniger Begeisterung. Aber der Höhepunkt weiblichen Begehrens war wie immer der Hauptmann der Kasratischen Truppen, Luc in vollem Ornat. Leora riss ihre Arme in die Höhe, bis die billigen Armreifen klirrten und der Ubar zu einer kurzen, aber prägnanten Rede ansetzte, in der allen Beteiligten angemessen gehuldigt wurde. Auch der leider abwesenden Truppe der Roten Hand unter Leitung von Hauptmann Quintus.

Nachdem der Ubar dann zu Tisch gebeten hatte, setzten sich alle wichtigen Bürger auf die einladenden weichen Kissen und ließen sich von den Kajirae mit Boskfleisch, Paga und Kalana und vielen anderen Köstlichkeiten verwöhnen. Nach dem üblichen gefräßigen Schweigen entbrannten dann neben den ausgeschmückten Darstellungen der kriegerischen Heldentaten in Belnend auch die eine oder andere Diskussion – wie es bei besoffenen Kriegern nicht anders zu erwarten ist. Soweit Leora es mitbekam, mit der einen oder anderen Hand an diversen Körperteilen – gab es aber keine ernsthaften Auseinandersetzungen an diesem Abend und zu später Stunde fielen wohl alle betrunken und friedlich in ihre Felle. Sogar die Kajirae duften sich satt essen.

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